HDE-Prognose

Ostergeschäft schwächer als im Vorjahr

Der Einzelhandel rechnet zu Ostern 2026 mit rückläufigen Umsätzen. Trotz hoher Nachfrage nach Lebensmitteln bleibt die Konsumstimmung gedämpft.

31. März 2026 Christian Lücke
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Das Ostergeschäft 2026 wird für den deutschen Einzelhandel voraussichtlich schwächer ausfallen als im Vorjahr. Nach aktuellen Prognosen des Handelsverbands Deutschland (HDE) wird ein Umsatz von rund 2,1 Milliarden Euro erwartet, was einem Minus von 6,5 Prozent im Vergleich zu 2025 entspricht.

Zwar plant weiterhin ein relevanter Teil der Bevölkerung Ausgaben rund um das Osterfest: Laut einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage im Auftrag des HDE wollen gut 40 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher Geld für Ostergeschenke ausgeben. Dennoch bleibt die Konsumstimmung angesichts der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen insgesamt verhalten.

Schmuck und Uhren mit untergeordneter Rolle

Besonders gefragt sind klassischerweise Lebensmittel, die von über 86 Prozent der Befragten verschenkt werden sollen. Darüber hinaus zählen Dekorationsartikel (61,9 Prozent), Spielwaren (45,9 Prozent) sowie Blumen (44,7 Prozent) zu den beliebtesten Warengruppen im Ostergeschäft. Schmuck und Uhren spielen hingegen – anders als zu Weihnachten – traditionell eine untergeordnete Rolle, können jedoch im hochwertigen Geschenksegment punktuell Impulse setzen.

Pro Kopf rechnen die Branchenexperten mit durchschnittlichen Ausgaben von etwa 38 Euro. „Ostern ist ein wichtiger Umsatzimpuls im Einzelhandel“, betont HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Gleichzeitig verweist er auf die gedämpfte Konsumlaune, die viele Händlerinnen und Händler derzeit spüren. Entsprechend groß ist die Hoffnung, dass das Ostergeschäft zumindest kurzfristig für eine Belebung sorgt.

Nach Weihnachten bleibt Ostern der zweitwichtigste feiertagsbezogene Konsumanlass im Jahresverlauf – allerdings mit deutlich geringerer Ausgabenintensität. Für den Fachhandel bedeutet dies ein weiterhin herausforderndes Umfeld, in dem gezielte Sortiments- und Inszenierungsstrategien entscheidend sein dürften.

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