Messe soll praxisnahe Orientierung in komplexem Umfeld geben

Oroarezzo 2026: Neue Einkäufermärkte und eine Kongresspremiere

Vom 9. bis 12. Mai 2026 rückt die Oroarezzo neue Produkte in den Fokus. Erstmals mit einem internationalen Kongress und erneut mit eingeladenen Einkäuferdelegationen setzt der Veranstalter IEG auf Wachstum hinsichtlich der Absatzmärkte für italienischen Schmuck.

25. Feb. 2026 Christian Lücke
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Die internationalen Absatzmärkte für italienischen Gold- und Silberschmuck sind laut der Italian Exhibition Group (IEG) in Bewegung, weshalb sie als Veranstalterin der Oroarezzo auf diese Veränderungen zu reagieren gedenkt. Vom 9. bis 12. Mai 2026 stehen im Kongresszentrum in Arezzo daher bei der Messe neue Marktchancen, geopolitische Entwicklungen und konkrete Lösungen für exportorientierte Unternehmen im Mittelpunkt.

Zwischen 2024 und 2025 hat sich das Gewicht der wichtigsten Exportmärkte für italienische Gold- und Schmuckwaren neu verteilt, schreiben die Veranstalter in der Pressemitteilung: Die Europäische Union, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Schweiz haben demnach an Bedeutung gewonnen. Die USA zeigen sich stabil, während sich die Nachfrage aus der Türkei – trotz ihrer Position als wichtigstes Zielland für Made in Italy – halbiert habe.

Ziel: Mehr Einkäufer als Aussteller

Für Matteo Farsura, Jewellery & Fashion Director der IEG, ist die Lage eindeutig: „Die Märkte verändern sich, aber das Interesse an italienischem Gold- und Schmuck bleibt bestehen. Jetzt geht es darum, gemeinsam Geschäftschancen und Instrumente für die Unternehmen aufzubauen.“ Gemeinsam mit der Italian Trade Agency (ITA) arbeitet die IEG an einer Delegation eingeladener internationaler Einkäufer, deren Zahl das Eins-zu-eins-Verhältnis von Käufern zu Ausstellern übersteigen soll.

Mehr Einkäufer aus den USA und den VAE, aber auch aus Europa

Nach mehr als 370 Ausstellern und rund 400 eingeladenen Teilnehmern im „Hosted-Buyer“-Programm im vergangenen Jahr will die IEG 2026 die internationale Reichweite weiter ausbauen. Ein Schwerpunkt liegt auf Einkäufern aus den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Gleichzeitig wird die europäische Präsenz gestärkt, während in Asien gezielt Märkte wie Japan und China adressiert werden.

Auch Lateinamerika rückt stärker ins Blickfeld: Für die Mercosur-Region sind Delegationen aus Brasilien, Mexiko und Panama vorgesehen. Neben strukturierten B2B-Meetings setzt die Oroarezzo traditionell auf Networking-Formate, darunter ein Aperitif in der historischen Fraternita dei Laici am Eröffnungstag sowie kulturelle Rahmenprogramme, die das toskanische Goldschmiedezentrum erlebbar machen.

Premiere: Internationaler Kongress in Arezzo

Eine Neuerung ist die Premiere eines internationalen Kongresses während der Messe (11. Mai) unter dem Titel „Global Markets, Geopolitical Scenarios and Concrete Tools for Business Growth“. Die Veranstaltung, initiiert von der IEG in Zusammenarbeit mit Federorafi Confindustria, soll dem Arezzo-Distrikt praxisnahe Orientierung in einem komplexen globalen Umfeld geben.

Thematisch reicht das Spektrum von den Perspektiven der derzeit ratifizierten Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur-Raum bis zu den Chancen des neu unterzeichneten Handelsabkommens zwischen der EU und Indien, das am 27. Januar in Neu-Delhi besiegelt wurde und eine schrittweise Abschaffung von Zöllen vorsieht. Weitere Schwerpunkte sind unter anderem die Neuordnung der Lieferketten zwischen den USA und Kanada sowie Markteintrittsoptionen auf dem afrikanischen Kontinent.

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