Korrektur nach unten nach jüngstem Hochstand prognostiziert
Nach Rekordrally: Wie entwickeln sich Gold und Silber?
Bild: Heraeus
Besonders Silber hatte eine extreme Rally erlebt: Innerhalb eines Monats legte der Preis um rund 72 Prozent zu und stieg seit Anfang 2025 sogar um mehr als 300 Prozent, bilanziert Heraeus. Gold entwickelte sich ebenfalls stark, wenn auch moderater, mit einem Plus von rund 30 Prozent im Monatsvergleich und etwa 115 Prozent seit Jahresbeginn 2025.
Korrektur nach unten nach jüngstem Hochstand
Nach dem jüngsten Hoch folgte jedoch eine deutliche Korrektur. Der Silberpreis verlor innerhalb von etwas mehr als einer Woche rund 37 Prozent, bevor eine Erholung einsetzte und neue Februar-Höchststände erreicht wurden. Während Silber bislang nur etwa die Hälfte seines vorherigen Rückgangs aufgeholt hat, konnte Gold rund 70 Prozent seiner Verluste wieder wettmachen. Geopolitische Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, sorgten weiterhin für Unterstützung bei Edelmetallen, teilt Heraeus mit. Ob dieser Effekt anhalte, hänge jedoch stark davon ab, wie sich die Lage in der Golfregion entwickelt.
Extreme Preisanstiege waren historisch oft von Preisrückgängen gefolgt
Die Analysten von Heraeus geben zu bedenken: Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass solche extremen Preisanstiege selten ohne längere Korrekturphase bleiben. Historisch vergleichbare Rallys – etwa 1980 oder 2011, als Silberpreise zeitweise nahe 50 US-Dollar pro Unze erreichten – wurden in den folgenden Jahren von deutlichen Preisrückgängen begleitet. Auch andere starke Aufwärtsbewegungen endeten häufig mit Korrekturen zwischen 40 und 70 Prozent.
Für Marktbeobachter bedeutet das: Selbst wenn die fundamentalen Gründe für Investitionen in Gold und Silber – etwa Inflationsschutz oder geopolitische Risiken – weiterhin bestehen, benötigen die Märkte meist Zeit, um überhitzte Erwartungen zu korrigieren. Besonders Silber gilt als deutlich volatiler als Gold. Viele Analysten gehen deshalb davon aus, dass die Edelmetallpreise nach der extrem schnellen Rally der vergangenen Monate zunächst eine Phase niedrigerer Kurse und größerer Schwankungen durchlaufen könnten, bevor sich ein stabilerer Trend herausbildet.
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