Brennpunkt

Werte, die bleiben

In wirtschaftlichen schwierigen Zeiten neigen viele Fachgeschäfte dazu, auf preisaktive Angebote zu setzen, um für Frequenz zu sorgen. Doch ist das die richtige Strategie? Ist Werthaltigkeit als leises Verkaufsargument beim Schmuckkauf nicht das überzeugendere Argument?

12. Jan. 2026 Axel Henselder
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Kaum ein Kunde betritt ein Juweliergeschäft mit dem Hintergedanken, ein Schmuckstück zu erwerben, um es eines Tages wieder ohne größere Verluste veräußern zu können. Ähnlich verhält es sich mit einem Geschenk – weder Schenker noch Beschenkter denken darüber nach, was es wohl auf dem Zweitmarkt bringen würde. Schmuck wird gekauft, um Freude zu stiften, um Beziehungen zu markieren, um besondere Momente sichtbar zu machen. Und doch schwingt beim Kauf hochwertiger Schmuckstücke fast immer eine zweite Ebene mit: das Bedürfnis nach Sicherheit, Substanz und Dauerhaftigkeit. In vielen Kulturen gilt Schmuck als mobiles Asset für Notzeiten und als Wertaufbewahrungsmittel auch über Generationen. Genau hier beginnt das Thema Werthaltigkeit – nicht unbedingt als Investmentversprechen, sondern als stilles Qualitätsargument, das für Juweliere und Goldschmiede gerade in unsicheren Zeiten und sinkender Frequenzen an Bedeutung gewinnt. Denn: Wer gezielt ein Geschäft aufsucht, der erwartet mehr, als die Fortsetzung des Preiskampfs, den er aus dem Internet kennt.

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