Studie zur Attraktivität von Arbeitgebern in der öffentlichen Wahrnehmung
Uhrenmarken punkten als Arbeitgeber
Aktuelles Modell des „PRX Quarz Chronograph“ von Tissot
Bild: Tissot
Die Schweizer Uhrenindustrie überzeugt nicht nur mit ihren Produkten und ihrer Strahlkraft auf den internationalen Märkten. Auch als Arbeitgeber genießen einige ihrer bekanntesten Marken eine hohe öffentliche Wertschätzung. Im Gesamtranking der Studie „Arbeitgeber des Jahres der Schweiz 2026“ werden Tissot, Hublot und IWC ausgezeichnet. Tissot und Hublot erreichen dabei sogar das Prädikat „Sehr hohe Attraktivität“, IWC erhält die Bewertung „Hohe Attraktivität“. Die Studie der Rating- und Rankingagentur ServiceValue hat die Attraktivität von Arbeitgebern in der öffentlichen Wahrnehmung analysiert.
Tissot führt das Uhren-Trio an
Am besten schneidet unter den drei Uhrenherstellern Tissot ab. Die Marke erreicht 88,3 Punkte und zählt damit zur Gruppe der Unternehmen mit „Sehr hoher Attraktivität“. Auch Hublot schafft es in die höchste Auszeichnungskategorie. Mit 86,5 Punkten erhält die Manufaktur ebenfalls das Prädikat „Sehr hohe Attraktivität“.
IWC kommt auf 65,5 Punkte und wird mit „Hohe Attraktivität“ ausgezeichnet. Damit sind im veröffentlichten Gesamtranking gleich drei prominente Namen der Schweizer Uhrenbranche vertreten.
Angeführt wird das branchenübergreifende Ranking von der Thurgauer Kantonalbank mit 100 Punkten. Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen Camion Transport mit 99,7 und Weidmann mit 99,1 Punkten. Die Rating- und Rankingagentur ServiceValue weist ausdrücklich darauf hin, dass im veröffentlichten Gesamtranking ausschließlich ausgezeichnete Unternehmen aufgeführt werden.
Die drei Marken schneiden so ab
| Uhrenmarke | Punkte | Auszeichnung |
| Tissot | 88,3 | Sehr hohe Attraktivität |
| Hublot | 86,5 | Sehr hohe Attraktivität |
| IWC | 65,5 | Hohe Attraktivität |
Quelle: ServiceValue Studie „Arbeitgeber des Jahres der Schweiz 2026“
Rund eine Million Nennungen ausgewertet
Die Ergebnisse beruhen nicht auf einer klassischen Befragung von Beschäftigten. Vielmehr untersucht die Rating- und Rankingagentur ServiceValue, wie Unternehmen in der öffentlichen Wahrnehmung als Arbeitgeber erscheinen. Das ist für die Einordnung der Ergebnisse entscheidend: Die Studie misst das Arbeitgeberimage im öffentlichen digitalen Raum und nicht unmittelbar die Zufriedenheit der jeweiligen Belegschaften.
Nach Angaben der Studienverantwortlichen wurden für die Untersuchung rund eine Million Nennungen zu etwa 700 Unternehmen ausgewertet. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich vom 16. August 2024 bis zum 15. August 2026. Grundlage war ein umfangreiches Monitoring öffentlicher Schweizer Internetquellen, darunter redaktionelle Webseiten und Social Media.
Untersucht wurden die vier Themenfelder Arbeitgeber, Management, Wirtschaftlichkeit und Karrierestart. Die gesammelten Inhalte wurden mithilfe künstlicher Intelligenz analysiert und Textfragmente hinsichtlich ihrer positiven, negativen oder neutralen Tonalität bewertet. In die Punktzahl flossen sowohl Tonalität als auch Reichweite ein. Dem Themenfeld Arbeitgeber kommt dabei das größte Gewicht zu: Es macht 50 Prozent der Bewertung aus. Management, Wirtschaftlichkeit und Karrierestart werden mit jeweils rund 17 Prozent berücksichtigt. Das Unternehmen mit dem besten Ergebnis erhält 100 Punkte und bildet den Benchmark, an dem die weiteren Teilnehmer normiert werden. Überdurchschnittlich bewertete Unternehmen erhalten das Prädikat „Hohe Attraktivität“. Wer wiederum über dem Durchschnitt dieser bereits ausgezeichneten Gruppe liegt, wird mit „Sehr hohe Attraktivität“ ausgezeichnet.
Keine Aussage über konkrete Arbeitsbedingungen, sondern eher über das Arbeitgeberimage
Für die Uhrenbranche ist das Ergebnis bemerkenswert: Mit Tissot und Hublot erreichen zwei bekannte Schweizer Uhrenmarken die höhere der beiden Auszeichnungskategorien. IWC komplettiert das Trio der ausgezeichneten Uhrenhersteller. Die Studie liefert damit zwar keine Aussage über konkrete Arbeitsbedingungen in den Unternehmen – wohl aber darüber, welches Arbeitgeberimage die Marken in der digitalen Öffentlichkeit besitzen.
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