Deutsches Uhrenmuseum Glashütte
Neue Foyer-Ausstellung würdigt 200 Jahre Moritz Grossmann
Dr. Ulf Molzahn (Leiter Uhrenmuseum) mit Christine Hutter (Geschäftsführerin Grossmann)
Bild: Holm Helis
Das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte würdigt einen bedeutenden Wegbereiter der deutschen Uhrmacherei mit einer neuen Ausstellung: Anlässlich des 200. Geburtstags von Moritz Grossmann (1826–1885) ist seit dieser Woche eine Foyer-Schau zu sehen, die Leben und Wirken des Visionärs beleuchtet.
Grossmann gilt als prägende Figur der Glashütter Uhrenindustrie. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gründete er eine der ersten Uhrenwerkstätten vor Ort und setzte sich früh für eine systematische Ausbildung im Uhrmacherhandwerk ein. Sein Engagement führte schließlich 1878 zur Gründung der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte, an der er selbst als Lehrer tätig war. Darüber hinaus machte er sich als Fachbuchautor und Kommunalpolitiker einen Namen.
Die Ausstellung im Foyer des Museums stellt zunächst die historische Persönlichkeit in den Mittelpunkt, schlägt aber zugleich die Brücke zur Gegenwart. In Kooperation mit der Grossmann Uhren GmbH, die die Marke Moritz Grossmann im Jahr 2008 wiederbelebte, werden auch die Einflüsse seiner Arbeit auf die heutige Manufaktur aufgezeigt. Exponate, visuelle Darstellungen und Filme veranschaulichen die Entwicklungslinien von den Anfängen bis zur aktuellen Kollektion.
Die aktuelle Foyer-Ausstellung ist bereits jetzt zugänglich und kann kostenfrei zu den regulären Öffnungszeiten des Museums besucht werden.
Ein weiterer Höhepunkt folgt im Sommer: Ab Ende Juni 2026 plant das Museum mit der Sonderausstellung „Grossmann200“ eine umfassende Präsentation zu Leben und Werk des Uhrmachers.
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