Brennpunkt | Iran

Luxus unter Beschuss

Die militärische Eskalation im Nahen Osten entwickelt sich zu einem Belastungsfaktor für die Luxusgüterindustrie. Der Konflikt trifft eine Region, die zuletzt als wichtiger Wachstumsmotor für Uhren- und Schmuckmarken galt. Gleichzeitig drohen steigende Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten die Konjunktur zu dämpfen.

07. Apr. 2026 Axel Henselder
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Der Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran hat sich binnen zwei Wochen zu einem Flächenbrand auf der arabischen Halbinsel ausgeweitet. Die geopolitische Krise wird auch zu einem wirtschaftlichen Risikofaktor für die internationale Luxusindustrie, sollte sie länger anhalten. Und danach sieht es bislang aus. Raketenangriffe durch den Iran auf die benachbarten Golfstaaten, zeitweise geschlossene Flughäfen, die Sperrung der Straße von Hormus und zunehmende Sicherheitsbedenken treffen einen Markt, der für viele Marken zuletzt zu den wichtigsten Wachstumstreibern gehörte.

Besonders deutlich wird das in Dubai. Die Metropole hatte sich über Jahrzehnte als stabiler Luxus-Hotspot in einer politisch oft unruhigen Region positioniert. Doch iranische Vergeltungsschläge haben dieses Image erschüttert. Angriffe trafen nicht nur Infrastruktur wie Flughäfen und Häfen. Auch das berühmte Luxushotel Burj Al Arab wurde durch Trümmerteile beschädigt – ein symbolträchtiger Vorfall für eine Branche, die stark von internationalem Reiseverkehr lebt. Die Folgen zeigen sich bereits im Handel. Die regionale Luxusgruppe Chalhoub Group, die rund 900 Geschäfte für Marken wie Versace, Jimmy Choo und Sephora betreibt, schloss kurz nach Ausbruch des Konflikts ihre Filialen in Bahrain. Andere Märkte wie die Vereinigten Arabischen Emirate oder Saudi-Arabien blieben geöffnet, doch die Verunsicherung ist groß. Auch der Luxuskonzern Kering, zu dem unter anderem Gucci gehört, reagierte zeitweise mit Boutiquenschließungen.

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