Aquamarin ist Objekt des Monats im Deutschen Edelsteinmuseum
„Juwel des Meeres“
Bild: Deutsches Edelsteinmuseum
Mit dem Aquamarin rückt ein Edelstein ins Rampenlicht, der seit Jahrhunderten gleichermaßen durch seine ästhetische Anziehungskraft begeistert. Der Name leitet sich vom lateinischen aqua marina (zu Deutsch: Meerwasser) ab und verweist auf die charakteristische Farbpalette dieses Beryll-Vertreters: Sie reicht von zartem Grünblau bis hin zu intensiv strahlendem Blau und erinnert an die wechselnden Nuancen des Ozeans.
Bereits in der Antike wurde dem Aquamarin eine besondere Symbolik zugeschrieben. Die alten Ägypter verehrten ihn als Sinnbild ewiger Jugend, während er in der griechisch-römischen Mythologie als Schatz der Meerjungfrauen galt und dem Meeresgott Neptun (Poseidon) zugeordnet wurde. Diese kulturellen Zuschreibungen prägten auch seine Verwendung: Seefahrer trugen Aquamarine als schützende Talismane bei sich, in der Hoffnung auf sichere Überfahrten und wohlwollende Meereskräfte, schreibt das Deutsche Edelsteinmuseum in seiner Pressemitteilung.
Außergewöhnliche Dimensionen
Das hier vorgestellte Exemplar hebt sich jedoch nicht nur durch seine symbolische Strahlkraft hervor, sondern vor allem durch seine außergewöhnlichen Dimensionen. Mit einem Gewicht von 1483,48 Karat und einer Größe von 73,40 × 51,98 mm zählt dieser runde, facettiert geschliffene Aquamarin zu den selten großen Vertretern seiner Art.
Auch heute zählt der Aquamarin zu den international gefragtesten Edelsteinen im Schmuckdesign. Bedeutende Fundorte liegen in Brasilien, Madagaskar, Mosambik, Sambia und Pakistan. Darüber hinaus besitzt der Edelstein auch in den USA eine besondere Stellung: Im Bundesstaat Colorado wird Aquamarin gefördert und gilt dort seit 1971 als offizieller Staatsedelstein.
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