Inhorgenta 2027

Vintage bekommt eine eigene Bühne

Zur Inhorgenta 2027 feiert ein neues Format Premiere: In Halle B0 dreht sich vier Tage lang alles um Vintage- und Antikschmuck sowie Pre-Owned-Schmuck und -Uhren. Anders als die Fachmesse selbst richtet sich „Inhorgenta Vintage“ auch an Endverbraucher.

30. Sep. 2026 Caroline Schiedt
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Vintage bekommt in München erstmals einen eigenen Bereich. Vom 19. bis 22. Februar 2027 öffnet parallel zur Inhorgenta „Inhorgenta Vintage“. Das neue Format ist in der vorgelagerten Halle B0 angesiedelt und richtet sich an Sammler, Schmuck- und Uhrenliebhaber sowie kaufinteressierte Endverbraucher. Die Inhorgenta selbst bleibt weiterhin eine reine B2B-Fachmesse für den Fachhandel.

Zum Start haben bereits zahlreiche Händler und Juweliere zugesagt. Aus Deutschland sind unter anderem Eppli, Juwelier Der Goldschmidt, Juwelier Herwig Müller, Leeb Schmuck, Roemer Jewels und Sabine Füchter dabei. Hinzu kommen internationale Anbieter wie Art Deco Bijoux, Costruendo – Italian Vintage Jewellery, Distribuzione Preziosi d’Asta – Gioielleria Faelutti, E.L.A. Antichità und Luise Gioielli aus Italien sowie Huijbrechts aus den Niederlanden.

„Vintage- und Antikschmuck sowie Pre-Owned-Schmuck und -Uhren stehen für Geschichte, Handwerkskunst und Nachhaltigkeit gleichermaßen und treffen damit den Nerv der Zeit“, sagt Stefanie Mändlein, Exhibition Director der Inhorgenta. Mit dem neuen Bereich wolle man einen Ort schaffen, an dem Besucher besondere Stücke entdecken und erwerben, aber auch eigene Schmuckstücke und Uhren bewerten lassen können.

Denn ein wichtiger Bestandteil der Premiere ist die Expertise vor Ort. Dr. Heide Rezepa-Zabel, Kunsthistorikerin, Gemmologin und Schmuckexpertin, bekannt aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“, bietet an mehreren Tagen Bewertungen von Schmuck und Edelsteinen an. Dafür sind kurze, vorab buchbare Termine vorgesehen.

Weitere Fachleute ergänzen das Angebot: Dr. Tom Stephan, Geschäftsführer und Leiter des Ausbildungszentrums der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft, Dr. Claudio Milisenda, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Edelsteinforschung, sowie Josef M. Stadl, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie, bieten Echtheits- und Qualitätsprüfungen an. Stefan Friesenegger, Bestsellerautor und Referent für Juweliere und Universitäten, steht zudem für Fragen rund um das Thema Uhren zur Verfügung.

Dass Vintage und Pre-Owned für einige der teilnehmenden Häuser schon lange zum Geschäft gehören, zeigt das Auktionshaus Eppli aus Stuttgart. „Pre-Owned ist für uns kein Trend. Seit fast 50 Jahren beschäftigen wir uns mit hochwertigem Schmuck und Uhren aus Vorbesitz“, sagt Ferdinand B. Eppli, Mitglied der Geschäftsleitung. Auch Roemer Jewels hat sich auf signierten Vintage-Schmuck spezialisiert. Geschäftsführer Ömer Kazanci sieht ihn nicht als kurzfristigen Trend, sondern als bleibenden Wert, der sich zunehmend zum Sammler- und Anlageobjekt entwickelt. Damit bekommt ein Marktsegment, das bei vielen Händlern längst etabliert ist, auf der Inhorgenta erstmals einen eigenen Bereich.

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