Umfrage des ifo Instituts

Familienunternehmen in Europa blicken optimistisch auf das Wirtschaftsjahr 2026

Laut einer neuen Umfrage des ifo Instituts erwarten über die Hälfte der Familienunternehmen in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien eine Verbesserung ihrer Geschäftslage im ersten Halbjahr 2026.

30. Jan. 2026 Christian Lücke
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Die wirtschaftliche Stimmung unter Europas Familienunternehmen hellt sich spürbar auf: Wie aus einer aktuellen Umfrage der Stiftung Familienunternehmen in Zusammenarbeit mit dem ifo Institut und Edelman Data & Intelligence hervorgeht, rechnet die Mehrheit der befragten Unternehmen mit einer positiven Entwicklung im ersten Halbjahr 2026. Befragt wurden rund 2.000 Familienunternehmen der vier stärksten Volkswirtschaften Europas(Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien).

Optimismus bei 55 Prozent

Demnach gehen 55 Prozent der Unternehmen von einer Verbesserung ihrer Geschäftslage aus. Weitere 32 Prozent erwarten stabile Verhältnisse, während lediglich 13 Prozent mit einer Verschlechterung rechnen.

Noch zuversichtlicher zeigen sich die Familienunternehmen mit Blick auf die kommenden fünf Jahre. In allen vier Ländern erwartet etwa zwei Drittel eine nachhaltig positive Entwicklung. Besonders optimistisch ist Spanien mit 72 Prozent Zustimmung, gefolgt von Italien (67 Prozent), Deutschland (66 Prozent) und Frankreich (63 Prozent).

„Die mittel- und langfristige Perspektive ist insgesamt von vorsichtigem Optimismus geprägt“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Befragungen. Dabei betonen laut ifo Institut viele Unternehmen die Notwendigkeit grundlegender EU-Reformen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zwei Drittel der Befragten fordern demnach vor allem den Abbau bürokratischer Hürden sowie schnellere und transparentere Genehmigungsverfahren.

Trotz teilweise kritischer Einschätzung aktueller EU-Vorhaben in Sachen Regulierung bewerten viele Familienunternehmen die Arbeit der Europäischen Union in den vergangenen fünf Jahren insgesamt positiv.

Risiken für Wettbewerbsfähigkeit

Als grösste Risiken für die eigene Wettbewerbsfähigkeit nennen die Unternehmen steigende Energiepreise, gefolgt vom Fachkräftemangel und Bedrohungen der IT-Sicherheit. Weitere Herausforderungen sehen die Befragten in geopolitischen Spannungen, Handelshemmnissen und einem zunehmenden Mass an Regulierung. Besonders in Deutschland werden die Bürokratiekosten häufiger als problematisch empfunden als in den anderen Ländern.

Die Erhebung wurde zwischen dem 28. Mai und dem 7. Juli 2025 durchgeführt und basiert auf den Rückmeldungen von jeweils rund 500 Unternehmen pro Land.

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