Sonderausstellung in Hanau
Material erzählt Geschichte
Nadine Anklam, Halsschmuck „The voice of the horses“, 2024, Reitgebiss, Schweifhaar
Foto: Nadine Anklam
Mit der Sonderausstellung „Spuren legen. Mit Materialität erzählen“ setzt das Deutsche Goldschmiedehaus Hanau seit Anfang Februar bis zum 18. Oktober 2026 einen starken inhaltlichen Akzent. Im Fokus stehen neun Künstlerinnen und Künstler, die Material nicht nur als Werkstoff, sondern als Träger von Geschichten, Erinnerungen und gesellschaftlichen Aussagen begreifen.
Die Ausstellung versammelt zeitgenössische Schmuckarbeiten, die bewusst mit Erwartungshaltungen brechen. Materialien werden aus ihrem gewohnten Kontext gelöst und neu gelesen: Modeschmuck verweist auf soziale Zugänglichkeit, Elektroschrott thematisiert Konsum, Ressourcen und Vergänglichkeit, während Barbiepferde Kindheitserinnerungen und geschlechterspezifisches Marketing reflektieren. So entstehen Arbeiten, die Fragen nach Wert, Herkunft, Hierarchien und politischen Strukturen aufwerfen.
„Spuren legen. Mit Materialität erzählen“ macht sichtbar, wie sehr Materialität mit historischen, kulturellen und ökonomischen Entwicklungen verknüpft ist. Schmuck wird hier als künstlerische Disziplin verstanden, die sich stetig erweitert und nicht auf Edelmetalle oder traditionelle Techniken beschränkt bleibt.
Die neun Beteiligten
Zu sehen sind die Arbeiten von Nadine Anklam, Conversation Piece (Beatrice Brovia & Nicolas Cheng), Corrina Goutos, Mari Iwamoto, Suska Mackert, Yumiko Matsunaga, Chequita Nahar und Petra Zimmermann. Ergänzend zur Ausstellung werden mehrere Führungen angeboten, darunter Sonntagsführungen und kuratorische Führungen sowie Termine im Rahmen der Europäischen Tage des Kunsthandwerks und des Internationalen Museumstags. Alle Infos hierzu auf der Website des Deutschen Goldschmiedehauses Hanau:
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