Umsatzplus auch vor dem Hintergrund von steigenden Edelmetallpreisen
Richemont wächst kräftig dank Schmucksparte
Hauptsitz des Richemont-Konzerns (linkes Gebäude)
Bild: Richemont
Der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 erneut ein starkes Wachstum verzeichnet. Wie das Unternehmen mitteilte, stiegen die Umsätze im Schlussquartal zum 31. März 2026 währungsbereinigt um 13 Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich dabei die Schmucksparte. Zu beachten ist bei solchen Umsatzzahlen jedoch, dass sie die Wertsteigerung von Edelmetallen inkludieren und nicht zwingend einen höheren Verkauf an Stückzahlen offenbaren.
Die Jewellery Maisons, zu denen unter anderem Cartier, Van Cleef & Arpels und Buccellati gehören, legten im vierten Quartal um 16 Prozent zu und übertrafen damit sowohl die Erwartungen der Analysten als auch das Wachstum des Vorquartals von 14 Prozent.
Für das gesamte Geschäftsjahr meldete Richemont einen Umsatzanstieg von 11 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro. Die Nettoliquidität des Konzerns belief sich zum Bilanzstichtag auf 8,5 Milliarden Euro.
Uhrenbereich wächst deutlich moderater
Auch die Uhrensparte entwickelte sich positiv, wenn auch deutlich moderater. Die Specialist Watchmakers, zu denen Marken wie Vacheron Constantin und Piaget zählen, erzielten im vierten Quartal ein Umsatzplus von 2 Prozent.
Umsatz nach Regionen
Regional wurde das Wachstum vor allem von Japan getragen, wo die Umsätze im vierten Quartal um 28 Prozent zulegten. In Amerika stiegen die Erlöse um 18 Prozent, im Raum Asien-Pazifik um 14 Prozent. Europa verzeichnete ein Plus von 5 Prozent. Rückläufig entwickelte sich dagegen die Region Naher Osten und Afrika mit einem Minus von 3 Prozent.
Optimistischer Ausblick
Richemont-Verwaltungsratspräsident Johann Rupert äußerte sich trotz geopolitischer Unsicherheiten optimistisch. Mit Blick auf die kommenden 18 bis 24 Monate sei der Konzern „relativ entspannt“, erklärte er gegenüber Medienvertretern. Gleichzeitig verwies er auf die anhaltenden Unsicherheiten im Nahen Osten.
Vorstandsvorsitzender Nicolas Bos betonte insbesondere die positive Entwicklung in China. Dort würden Kunden weiterhin stark auf Neuheiten von Buccellati, Van Cleef & Arpels und Cartier reagieren.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare zu sehen oder zu verfassen.