Männerschmuck
Mann oh Mann!
Was Männer schmückt
Männer schmücken sich seit Jahrtausenden. Mit Gold und Edelsteinen, mit Waffen, Uhren, Amuletten, Tätowierungen oder Siegelringen. Mal als Zeichen von Macht und Status, mal aus Glauben, Ritual oder Rebellion. Und doch wurde Männerschmuck kulturhistorisch lange erstaunlich wenig betrachtet. Genau hier setzt die große Sonderausstellung „Zier & Zeichen: Was Männer schmückt“ im Landesmuseum Württemberg an. Sie spannt ab Oktober 2026 einen Bogen von der Steinzeit bis in die Gegenwart und zeigt, wie eng Schmuck seit jeher mit männlicher Identität verbunden ist. Dabei wird schnell klar: Schmuck war bei Männern nie bloße Dekoration. Er markierte Zugehörigkeit, Würde, Rang oder gesellschaftliche Stellung. Kronen, Amtsketten und kostbare Waffen dienten der Inszenierung von Autorität. Ringe standen für Macht, Bündnisse oder Loyalität. Selbst funktionale Objekte wie Gürtel, Fibeln oder Uhren entwickelten sich über die Jahrhunderte zu persönlichen Statussymbolen.