Gem Genève | Mix

Raritäten im Fokus

Die „Gem Genève“ bündelt die kreative Kraft einer Branche im Wandel. Seltene Farben, außergewöhnliche Größen, historische Preziosen und experimentelle Schliffe treffen auf neue gestalterische Handschriften. Internationale Spezialisten zeigen, wie überraschend, vielschichtig und faszinierend Edelsteine heute inszeniert werden.

09. Apr. 2026 Caroline Schiedt
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Rund 12 ct. großer Cabochon-Diamant von Dynamic International

Dynamic International

Der Cabochon erlebt bei Dynamic International eine bemerkenswerte Renaissance. Während Diamanten traditionell im Facettenschliff verarbeitet werden, setzt der international tätige Händler bewusst auf diese historische Schlifftechnik, um Textur, Farbe und natürliche Einschlüsse stärker zur Geltung zu bringen. Besonders graue, schwarze oder milchig weiße Steine gewinnen so eine neue ästhetische Präsenz. Auf der „GemGenève“ zeigt das Unternehmen einen außergewöhnlichen Höhepunkt seiner Arbeit: einen rund 12 ct. großen Cabochon-Diamanten, der als bislang größtes Exemplar dieser Art gilt und die gestalterischen Möglichkeiten dieses Schliffs eindrucksvoll demonstriert.

Spinelle aus Tansania und Madagaskar von Claudia Hamann

Claudia Hamann

„Für die Gem Genève haben wir besonders Spinelle aus Tansania und Madagaskar in vielfältigen Farbschattierungen geschliffen. Gefragt sind präzise Schliffe und ungewöhnliche Farbnuancen. Es ist immer wieder schön, in Genf zu sein. Die Qualität und Vielfalt der Aussteller sowie das Zusammentreffen historischer Juwelen mit spezialisierten Farbsteinhändlern machen diese Messe einzigartig.“
Claudia Hamann, Inhaberin

Alain Boite

Großformatige Perlen stehen derzeit stark im Fokus des internationalen Marktes. Der Pariser Händler Alain Boite beobachtet eine wachsende Nachfrage nach Exemplaren mit mehr als 15 Millimetern Durchmesser, insbesondere in Asien, Amerika sowie in Osteuropa und Mitteleuropa. Weiße und goldene Südseeperlen aus der Pinctada maxima gelten ab dieser Größe als groß, während Durchmesser über 20 Millimeter bereits außergewöhnlich sind. Graue und schwarze Tahiti-Perlen werden hingegen schon ab etwa 14 Millimetern als großkalibrig eingestuft. Gemeinsam mit seinen Söhnen Thomas und Pierre präsentiert Alain Boite in Genf eine Auswahl solcher Raritäten sowie zunehmend gefragte mehrfarbige Colliers aus Südseeperlen.

Morelle Davidson

Seit 2013 ist Morelle Davidson mit seiner Galerie in der Maddox Street in Mayfair eine feste Adresse für Sammler außergewöhnlicher antiker und Vintage-Juwelen. Das Londoner Haus führt Kreationen großer Place-Vendôme-Juweliere ebenso wie Arbeiten ikonischer Designer wie René Boivin oder Suzanne Belperron. Für die aktuelle Ausgabe der GemGenève wurde eine besonders sorgfältig kuratierte Auswahl von Schmuckstücken vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart zusammengestellt. Ergänzt wird die Präsentation durch bedeutende Edelsteine und farbige Raritäten.

Jochen Leën

Seit der Gründung seiner Marke im Jahr 2008 widmet sich der Antwerpener Designer ungewöhnlichen Edelsteinen und Mineralien, die er zu individuell gefertigten Unikaten verarbeitet. Jeder Stein wird aufgrund seiner Farbintensität, Seltenheit oder besonderen Herkunft ausgewählt und in handwerklicher Präzision in Szene gesetzt. Die vertrauliche Fertigung prägt die DNA des Hauses ebenso wie der Anspruch, Nischensegmente sichtbar zu machen. Auf der „GemGenève“ zeigt Jochen Leën unter anderem ein Solitär-Collier mit einem 62,67 ct. schweren Wassermelonen-Turmalin aus Paprok, das den aktuellen Trend zu leuchtenden Farben und ausdrucksstarken Einzelsteinen eindrucksvoll unterstreicht.

Herbert Stephan

Nachhaltigkeit wird bei der Edelsteinschleiferei Herbert Stephan zur kreativen Triebfeder. In der Kollektion „Happy Gems“ erhalten Reststücke von Roh- und Edelsteinen mit kleinen Oberflächenmerkmalen eine neue Bestimmung als fein gravierte Kameen. Die Motive entstehen in traditioneller Handarbeit und greifen eine der ältesten Techniken der Juwelierkunst auf. Bevorzugt werden Materialien wie Achat und Jaspis, ergänzt durch Türkis, Lapislazuli, Malachit, Tigerauge oder Hämatit. So entstehen charaktervolle Einzelstücke, die vollständig in Deutschland gefertigt werden und handwerkliche Präzision mit einem bewussten Umgang mit Ressourcen verbinden.

Constantin Wild

„In Genf präsentieren wir neue, ausgesprochen ausgefallene und hochwertige Farbedelsteine in modernen Farbwelten. Dazu zählen intensive pink-rote Nuancen ebenso wie lebendige blau-grüne Töne und ausdrucksstarke Purple-Farben. Gerade solche klar definierten Farbcharaktere inspirieren heute viele neue Schmuckideen.“
Constantin Wild, Inhaber

Atelier Munsteiner

Im Hunsrück entsteht seit Jahrzehnten Edelsteinkunst von unverwechselbarer Handschrift. Ausgehend von den visionären Ideen Bernd Munsteiners, der mit seinem „Fantasy Cut“ neue optische Dimensionen erschloss, verbindet das Atelier traditionelle Schleiftechniken mit experimenteller Formensprache. Heute führen Jutta und Philipp Munsteiner diese künstlerische Linie weiter und entwickeln gemeinsam mit ihrem Team Schmuckstücke, Objekte und Skulpturen, die international Beachtung finden. Ein neuer Meilenstein steht bereits bevor: 2026 soll eine erweiterte Werkstatt zusätzliche Räume für kreative Prozesse eröffnen.

Emil Weis Opals

„Auf der ‚Gem Genève‘ präsentieren wir eine beeindruckende Auswahl außergewöhnlicher Opale – von leuchtenden Feuer- und Wasseropalen über funkelnde Boulderopale und Yowah-Nuss-Opale bis hin zu Hellopalen mit Regenbogenschimmer und seltenen Schwarzopalen mit intensiver Farbtiefe. Besonders freuen wir uns auf den Austausch mit Gleichgesinnten, die Edelsteine ebenso schätzen wie wir und die besondere Atmosphäre dieser hochwertigen Messe genießen.“
Tanja Schütz, Marketing Emil Weis Opals
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