Fokus soll auf Schnelligkeit, Transparenz und modernster Analytik liegen
Neues Edelsteinlabor von SIG
Willy Bieri, Lawrence Hahn und Matthias Alessandri
Bild: SIG
Mit der Gründung von SIG Swiss International Gemlab betritt ein neuer Akteur den internationalen Markt für die Prüfung von Farbedelsteinen. Das unabhängige Labor nahm am 1. April 2026 offiziell den Betrieb auf und ist mit Standorten in Luzern und Hongkong strategisch in zwei relevanten Handelszentren positioniert.
Hinter SIG stehen drei erfahrene Gemmologen: Willy Bieri, Lawrence Hahn und Matthias Alessandri. Gemeinsam blicken sie nach eigenen Angaben auf mehr als ein Jahrzehnt Zusammenarbeit sowie 14 bis 21 Jahre Erfahrung in leitenden Positionen renommierter gemmologischer Institute zurück. Ihre internationale Expertise erstreckt sich über bedeutende Handelsplätze wie New York, Paris, Bangkok und Sri Lanka.
Unabhängige Institution
Das Labor versteht sich bewusst als inhabergeführte und eigenfinanzierte Institution. Diese Struktur soll nicht nur Unabhängigkeit gewährleisten, sondern auch schnelle Entscheidungswege und eine hohe operative Effizienz ermöglichen, heißt es in der Pressemitteilung des SIG Swiss International Gemlab. Im Fokus steht dabei eine klare Positionierung: wissenschaftlich fundierte Analysen ohne kommerzielle Einflussnahme.
KI trifft menschliche Expertise
Das Leistungsspektrum umfasst sämtliche Dienstleistungen rund um farbige Edelsteine: von der Identifikation über die Herkunftsbestimmung bis hin zur Behandlungsanalyse und Farbgraduierung. Die Auswertung basiert nach eigenen Angaben auf moderner spektroskopischer Messtechnik sowie mikroskopischer Expertise. Ergänzend setzt SIG auf ein eigens entwickeltes Assistenzsystem: „SIG-AI“. Dieses dient der datenbasierten Plausibilisierung von Analyseergebnissen, ohne die Expertise des Gemmologen zu ersetzen.
Beispiel eines Reports von SIG Swiss International Gemlab
Bild: SIG
Schnelligkeit soll Unique Selling Point werden
Ein zentrales Differenzierungsmerkmal ist die Geschwindigkeit: Die Standardbearbeitungszeit beträgt fünf Werktage, schreibt das Unternehmen. Zudem seien beschleunigte Services möglich. Parallel dazu baut SIG eine vollständig digitale Kundenplattform auf. Diese soll eine Echtzeitverfolgung der Aufträge, sichere digitale Berichte sowie den Zugriff auf archivierte Daten ermöglichen. Für Großkunden seien zudem API-Schnittstellen geplant, um Prozesse weiter zu automatisieren.
Zu sehen bei der Gem Genève
Seinen ersten öffentlichen Auftritt wird SIG im Rahmen der GemGenève vom 7. bis 10. Mai 2026 haben. Vor Ort sollen unmittelbare gemmologische Dienstleistungen inklusive schneller Berichterstellung angeboten werden – ein Schritt, der die Nähe zum Handel unterstreicht. Mit seinem technologiegetriebenen Ansatz und dem klaren Bekenntnis zur Unabhängigkeit könnte SIG insbesondere für Händler, Auktionshäuser und Sammler zu einer interessanten Alternative im Laborsektor werden.
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