Van Cleef & Arpels
Sonne, Mond und eine Animation auf Knopfdruck
Die „Midnight Jour Nuit Phase de Lune“ vereint in einem 42-mm-Weißgoldgehäuse eine animierte Tag-Nacht-Anzeige mit einer astronomisch präzisen Mondphasenanzeige – und erlaubt es auf Knopfdruck, den Mond jederzeit sichtbar zu machen, auch wenn er gerade hinter dem Horizont steht.
Die Jour-Nuit-Kollektion existiert bei Van Cleef & Arpels seit 2008 und verfolgt von Anfang an dieselbe poetische Grundidee: Das Zifferblatt zeigt nicht einfach die Uhrzeit, sondern den Zustand der Welt zu dieser Stunde – Helligkeit, Dunkelheit, den Stand der Himmelskörper. 2024 interpretierte die Maison die Kollektion neu; mit der „Midnight Jour Nuit Phase de Lune“ wird sie nun um eine zweite überlagerte Komplikation vertieft, die das Thema Mond – eine anhaltende Inspirationsquelle des Hauses seit der ersten Mondphasenanzeige von 1929 – in das Zentrum der Uhr rückt.
Die Bezeichnung „Midnight“ steht für das charakteristische runde Gehäuseformat, das mit seinem dunklen Aventuringlas-Zifferblatt die Assoziation zur Mitternacht trägt. Die Poetic Complications – ein Begriff, den Van Cleef & Arpels für seine technisch aufwendigen, narrativ geführten Uhren geprägt hat – verbinden in diesem Modell Uhrmacherkunst, Materialkunde und bildende Kunst zu einem Gesamtkunstwerk.
Zwei rotierende Scheiben, ein lebendiger Kosmos
Das Herzstück der Uhr ist ein dreiteiliges, animiertes Zifferblatt, das durch das gemeinsame Wirken zweier übereinanderliegender rotierender Scheiben permanent sein Gesicht verändert.
Die untere Hälfte des Zifferblatts ist stets von einer Perlmuttscheibe im Clous-de-Paris-Muster bedeckt – einer klassischen Guillochéstruktur in Weißgold mit einem sanften Farbverlauf an den Rändern, die den Horizont andeutet. Die obere Hälfte gehört dem Aventuringas aus Murano: einem Material, das mit seinem bronzenen Schimmer und seinen natürlichen Goldeinschlüssen wie ein echter Nachthimmel wirkt.
Auf dieser kosmischen Bühne bewegen sich zwei Figuren. Erstens: Eine erste Scheibe rotiert im 24-Stunden-Zyklus und lässt am Tag eine guillochierte Sonne in Gelbgold aufsteigen – ihre ausgearbeiteten Strahlen und goldenen Einschlüsse verleihen ihr Wärme und Tiefe. Mit dem Einbruch der Nacht schiebt sich ein Mond aus weißem Perlmutt ins Bild, begleitet von zarten weißen Sternen in Acryl.
Zweitens: Eine zweite, kaum wahrnehmbare Scheibe dreht sich nicht in 24 Stunden, sondern in 24 Stunden, 16 Minuten und 27 Sekunden – genau jenem Zeitraum, der für eine synodische Mondphase benötigt wird, sodass das sichtbare Mondscheibensegment im Laufe der 29,5-tägigen Mondphase Tag für Tag unmerklich wächst und schwindet.
Animation auf Knopfdruck
Das Besondere an der „Midnight Jour Nuit Phase de Lune“ ist eine Funktion, die Van Cleef & Arpels nach eigenen Angaben vier Jahre Entwicklungsarbeit gekostet hat: Die Mondphase ist auch dann abrufbar, wenn der Mond sich gerade unterhalb des Zifferblatt-Horizonts befindet. Ein Drücker auf der rechten Gehäuseseite setzt das Zifferblatt in eine vollständige 360-Grad-Rotation von circa zehn Sekunden – der Mond erscheint, zeigt seine aktuelle Phase vollständig, und kehrt dann in seinen gewöhnlichen Platz zurück.
Die technische Herausforderung dahinter beschreibt Rainer Bernard, Direktor Horological Research & Development, folgendermaßen: „Um jede Ungenauigkeit in der Mondphase zu vermeiden, mussten wir die Veränderungen berücksichtigen, die während der Animation auftreten, da die Scheiben eine zusätzliche vollständige Umdrehung ausführen.“ Die Lösung lag im präzisen Ausdünnen jeder einzelnen Schicht der rotierenden Scheiben, um das Gewicht zu reduzieren und so einen flüssigen, exakten Bewegungsablauf zu gewährleisten.
Das mechanische Selbstaufzugwerk wurde exklusiv für dieses Modell entwickelt und integriert zwei überlagerte Komplikationen: die Tag-/Nacht-Anzeige und die Mondphasenanzeige. Sowohl die Uhrzeit als auch die Mondphase sind bequem über die Krone einstellbar. Die Gangreserve beträgt 36 Stunden.
Der Blick durch den Saphirglasboden eröffnet eine weitere Miniaturwelt: Die Außenseite des Bodens zeigt eine gravierte Mondtopographie von bemerkenswerter Präzision – der Betrachter schaut gewissermaßen von der Erde aus auf den Mond, während das Zifferblatt die entgegengesetzte Perspektive einnimmt. Links vom Schwingmasse-Rotor, unter dem Saphirglas, ist eine Emaille-Darstellung der Erde zu sehen, umgeben von Planeten in Rot, Blau und Violett sowie fein gemalten Sternen auf guillochiertem Grund.
Das 42-mm-Gehäuse aus rhodiniertem 18-Karat-Weißgold trägt an der Lünette dieselbe rhodinierte Weißgold-Finissierung. Ein schwarzes Alligator-Lederarmband mit rhodinierter Weißgold-Faltschließe komplettiert das Bild. Die Uhr erscheint als nummerierte Edition; ein Preis wurde bislang nicht kommuniziert.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare zu sehen oder zu verfassen.