Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie legt neue Zahlen vor
Schweizer Uhrenexporte leicht im Minus
Bild: shutterstock / xtock
Die Schweizer Uhrenindustrie hat im März 2026 einen leichten Dämpfer hinnehmen müssen: Die Exporte gingen wertmäßig um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Dennoch bleibt die Gesamtbilanz stabil. Im ersten Quartal summieren sich die Ausfuhren auf 6,2 Milliarden Franken, was einem Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr entspricht.
Wert und Stückzahlen
Auffällig ist die unterschiedliche Entwicklung von Wert und Stückzahlen. Während insbesondere Uhren aus Edelmetallen (-4,0 %) sowie Stahlmodelle (-9,0 %) wertmäßig Einbußen verzeichneten, stieg das Exportvolumen deutlich. Insgesamt wurden rund 57.000 Uhren mehr exportiert als im Vorjahresmonat. Wachstumstreiber waren vor allem Modelle aus anderen Metallen (+31,8 % im Wert).
Im Hinblick auf die Preissegmente zeigte sich lediglich die Kategorie zwischen 200 und 500 Franken mit einem deutlichen Zuwachs von 15,4 Prozent. Alle übrigen Segmente verzeichneten hingegen leichte Rückgänge, was auf eine gewisse Zurückhaltung im Premiumbereich hindeutet.
USA wichtigster Absatzmarkt, Saudi-Arabien mit deutlichem Minus
Regional ergibt sich ein gemischtes Bild: Die USA bleiben mit einem Anteil von 18,9 Prozent der wichtigste Absatzmarkt, mussten jedoch ein Minus von 1,6 Prozent hinnehmen. Frankreich verzeichnete zwar ein starkes Wachstum von 72,4 Prozent, allerdings ist dieses laut Branchenangaben vor allem auf Re-Exporte zurückzuführen und spiegelt keine reale Marktdynamik wider. Positive Impulse kamen aus Großbritannien (+3,2 %), China (+4,2 %) und Singapur (+4,9 %), während Hongkong stabil blieb (+0,5 %). Deutliche Rückgänge mussten hingegen Japan (-12,6 %) und Deutschland (-8,5 %) verkraften.
Die geopolitische Lage im Nahen Osten zeigt bislang kaum Auswirkungen auf die Exporte in die Vereinigten Arabischen Emirate (+0,7 %), während Saudi-Arabien mit einem Minus von 16,8 Prozent deutlich schwächer performte.
Insgesamt deutet die Entwicklung darauf hin, dass sich wichtige Märkte nach einer Schwächephase stabilisieren könnten. Für das erste Quartal zeigen etwa Japan, Hongkong und China nur noch minimale Rückgänge – ein mögliches Signal für eine Bodenbildung in zentralen Absatzregionen.
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