Konzern veröffentlicht neue Wirtschaftszahlen

LVMH: Schmuck und Uhren wachsen um acht Prozent

Während der Luxuskonzern LVMH insgesamt nur moderat wächst, entwickelt sich das Schmuck- und Uhrensegment deutlich dynamischer. Vor allem das Schmuckgeschäft treibt die Umsätze.

13. Okt. 2026 Christian Lücke
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Das Schmuck- und Uhrengeschäft erweist sich für den französischen Luxuskonzern LVMH weiterhin als Wachstumstreiber. In den ersten neun Monaten 2026 erzielte die Sparte Watches & Jewelry einen Umsatz von 7,725 Milliarden Euro. Das entspricht einem organischen Wachstum von acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nominal legten die Erlöse um vier Prozent zu. Allein im dritten Quartal erwirtschaftete die Sparte 2,5 Milliarden Euro und verzeichnete ein organisches Plus von sechs Prozent.

Damit entwickelt sich das Schmuck- und Uhrensegment deutlich besser als der Gesamtkonzern. LVMH setzte in den ersten neun Monaten 57,148 Milliarden Euro um, nominal zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Organisch stieg der Umsatz um zwei Prozent. Besonders das Geschäft mit Mode und Lederwaren stand unter Druck und verzeichnete im dritten Quartal einen organischen Umsatzrückgang von fünf Prozent.

Tiffany, Bulgari und Chaumet setzen Akzente

Für die positive Entwicklung der Schmuck- und Uhrensparte ist laut LVMH insbesondere das starke Schmuckgeschäft verantwortlich. Tiffany & Co. profitierte Konzernangaben zufolge von der Weiterentwicklung seiner ikonischen Kollektionen „HardWear“, „Knot“ und „Sixteen Stone“ sowie von der Modernisierung des Filialnetzes. Im High-Jewelry-Segment präsentierte die amerikanische Traditionsmarke nach der Premiere in New York eine weitere Interpretation ihrer Blue-Book-Kollektion 2026 „Hidden Garden“ in Venedig.

Auch Bulgari setzte wichtige Impulse. Die neue High-Jewelry- und Prestigeuhren-Kollektion „Eclettica“ erzielte nach Konzernangaben Rekordumsätze. Begleitet wurde die Markenpräsenz unter anderem von der Ausstellung „Kaleidos“ in Shanghai und einer Installation in New York, die dem ikonischen Serpenti-Design gewidmet war. Chaumet wiederum konzentrierte sich auf den weiteren Ausbau seiner Schmuckkollektion „Bee de Chaumet“.

TAG Heuer profitiert von Formel-1-Präsenz

Im Uhrensegment hob LVMH insbesondere die internationale Sichtbarkeit von TAG Heuer hervor. Die Schweizer Uhrenmarke nutzte ihre Präsenz bei den Formel-1-Grand-Prix-Rennen, unter anderem als Titelpartner in Madrid, um ihre Positionierung im sportlichen Luxusuhrenmarkt zu stärken.
Konkrete Umsatzzahlen für die einzelnen Schmuck- und Uhrenmarken nennt der Konzern nicht. Auch eine separate Wachstumsrate für das Uhrengeschäft wird nicht ausgewiesen.

Schmuck als Wachstumsmotor im Luxusmarkt

Die Geschäftszahlen unterstreichen die Bedeutung des Schmucksegments innerhalb des LVMH-Portfolios. Während sich die Nachfrage nach Mode und Lederwaren insbesondere in China abschwächte, sorgten die Schmuckmarken für positive Impulse. Insgesamt berichtete der Konzern für das dritte Quartal von einem weniger dynamischen chinesischen Markt, während die USA, Europa und Japan gute Wachstumsraten verzeichneten.

Für die kommenden Monate bleibt LVMH trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten zuversichtlich. Im Mittelpunkt der Konzernstrategie stehen weiterhin die Attraktivität der Marken, die Qualität der Produkte und die Weiterentwicklung des internationalen Einzelhandelsnetzes, hießt es in der Pressemiteilung.

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