Quartalszahlen veröffentlicht
LVMH wächst: Schmuck und Uhren treiben Umsatz
Bild: shutterstock / Tigarto
LVMH ist mit einem Umsatz von 19,1 Milliarden Euro im ersten Quartal 2026 solide ins Geschäftsjahr gestartet und behauptet sich trotz eines weiterhin schwierigen geopolitischen Umfelds. Während der Konflikt im Nahen Osten das Wachstum leicht belastete, zeigte sich der Konzern insgesamt widerstandsfähig und profitierte nach eigenen Angaben von einer stabilen Nachfrage in wichtigen Kernmärkten.
US-Markt als Wachstumsmotor
Vor allem die USA erwiesen sich als Wachstumstreiber mit einem positiven Jahresauftakt. In Europa und Japan konnte eine robuste lokale Nachfrage rückläufige Touristenzahlen teilweise kompensieren. Auch in Asien (ohne Japan) setzte sich die Erholung fort. Deutlich schwieriger entwickelte sich hingegen der Nahe Osten, wo die geopolitischen Spannungen im März spürbar auf das Geschäft durchschlugen.
Uhren und Schmuck mit deutlichem Umsatzplus
Besonders dynamisch präsentierte sich der Uhren- und Schmuckbereich des Konzerns. Er verzeichnete im ersten Quartal ein organisches Wachstum von sieben Prozent. Treiber waren unter anderem starke Entwicklungen bei Tiffany & Co., wo nach eigenen Angaben insbesondere ikonische Kollektionen wie „HardWear“ zulegten, sowie bei Bvlgari mit erfolgreichen Linien wie „Serpenti“ und „Tubogas“. Auch Chaumet konnte von der Erweiterung seiner „Bee de Chaumet“-Kollektion profitieren.
Auffällig ist, dass sich das Wachstum in der Schmuckkategorie nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund steigender Edelmetallpreise vollzieht. Der anhaltend hohe Goldpreis schlägt sich unmittelbar in den Umsatzkennzahlen nieder, da er sowohl die Preisgestaltung als auch den Warenwert hochwertiger Schmuckstücke beeinflusst. Für viele Marken ergibt sich daraus ein zusätzlicher Umsatzhebel – bei gleichzeitig wachsender Sensibilität auf Konsumentenseite.
Impulse setzte LVMH zudem mit der Watch Week 2026 in Mailand, auf der Marken wie TAG Heuer, Hublot und Zenith ihre Neuheiten präsentierten. Insgesamt bleibt der Konzern trotz geopolitischer Unsicherheiten zuversichtlich und möchte weiterhin auf Innovation, Investitionen und die Stärkung seiner Markenidentitäten setzen, wie er im Quartalsbericht verkündet.
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