Clous-de-Paris: Besonders aufwändige Art der Guillochierung

Faszinierende Zifferblätter bei Eberhard & Co.

Streng und doch dynamisch: Die Clous-de-Paris-Zifferblätter bei Eberhard & Co. begeistern optisch und zeigen eine ungeahnte Vielschichtigkeit.

26. Feb. 2026 Ulrich Voß
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Die traditionsreiche Schweizer Uhrenmarke Eberhard & Co. hat in den vergangenen Jahren gleich mehrere Modelle mit Clous-de-Paris-Zifferblatt auf den Markt gebracht. Bei diesem Muster handelt es sich um eine feine, geometrische Guillochierung, die in einem regelmäßigen Raster angeordnet ist und dem Zifferblatt Tiefe und Lichtreflexionen verleiht. Wie bei einer architektonischen Miniatur wird das Licht selbst zum gestalterischen Element: Die Mikrofacetten der einzelnen Pyramiden brechen das Licht und reflektieren es je nach Blickwinkel unterschiedlich. Dadurch verleihen sie der strengen Geometrie eine subtile Dynamik. Das Zifferblatt gewinnt an Tiefe und Ausdruck und verändert seinen Charakter mit dem Einfall des Lichts – vergleichbar mit einem Bauwerk, das sich je nach Tages- oder Jahreszeit immer wieder anders zeigt.

Dabei offenbart diese traditionelle Technik eine bemerkenswerte Vielseitigkeit, dies zeigen die einzelnen Modelle aus der Eberhard-Kollektion. In den Modellen der Linie „1887“, angetrieben von exklusiven Kalibern, unterstreicht das Clous-de-Paris-Motiv eine klassisch geprägte Ästhetik. Die Uhren sind auf Basis einer sorgfältigen Recherche zu den historischen Zeitmessern der Marke entstanden. Beispielsweise bei der „1887 Remontage Manuel“ rückt das Finish in Weiß oder Blau auf einem raffinierten, retroinspirierten Zifferblatt mit trapezförmigem Datumsfenster in den Mittelpunkt. Bei den beiden Modellen „Chronographe 1887 Automatique“ bereichert das Clous-de-Paris-Zifferblatt in Argenté oder Blau eine ohnehin vielschichtige Komposition: Farblich abgestimmte Totalisatoren mit Azuré-Dekor verstärken den visuellen Rhythmus und die Dynamik des Designs.

Seine überraschendste Ausdrucksform aber entfaltet Clous de Paris im sportlichen Kontext. Bei Modellen wie dem „Chrono 4 21-42“ fungiert das Finish als strukturierter Hintergrund, aus dem die ikonischen vier horizontal angeordneten Totalisatoren hervortreten. Polierte Kanten und Azuré-Oberflächen durchbrechen die geometrische Textur; in Verbindung mit der Keramiklünette erhält diese eigentlich elegante Ausführung einen markanten, unerwartet kraftvollen Charakter.

Als Gestaltungselement, das höchst unterschiedliche Kreationen prägnant definiert, spielt Clous de Paris auch eine zentrale Rolle bei einer der Neuheiten des Jahres 2026, die die Maison auf der „Watches and Wonders“ in Genf erstmals zeigt. Man darf gespannt sein.

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