Wirtschaft

Chinesischer Automarkt beeinflusst Palladiumpreis

Im April hat China ein neues Subventionsprogramm eingeführt, um den Neuwagenkauf zu fördern. Das habe mittelbare Auswirkungen auf Palladium, schreibt Heraeus.

21. Aug. 2024 GZ Redaktion
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Wer ein Auto mit Verbrennungsmotor eintauscht und eins mit „alternativer Antriebstechnik“ erwirbt, erhält vom chinesischen Staat eine Subvention. Diese in Deutschland annähernd mit der Abwrackprämie zu vergleichende Förderung wurde Ende Juli nochmal verstärkt und könnte die Palladiumnachfrage maßgeblich beeinflussen. Denn als „alternative Antriebstechnik“ gelten einerseits Plug-in-Hybride (PHEVs) und andererseits rein batteriebetriebene Fahrzeuge (BEV). Vor allem in Ersteren ist verhältnismäßig viel Palladium verbaut. „Plug-in-Hybride (PHEVs) bleiben in diesem Jahr mit einem Absatzanstieg von 72 Prozent auf über 2 Mio. Fahrzeuge weiterhin die Spitzenreiter, was einem Marktanteil von 18 Prozent entspricht und die Nachfrage nach Palladium stützt“, schreibt Heraeus über die Nachfrage von Fahrzeugen auf dem chinesischen Markt.

Palladium im Strudel von Hydrid- vs. Elektroauto

Palladium, das vor allem in Katalysatoren zum Einsatz kommt, könnte aber nur dann von dieser Entwicklung profitieren, „wenn die neuen Autos andernfalls nicht gekauft worden wären und PHEVs oder Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor gewählt werden.“ Denn rein batteriebetriebene Fahrzeuge (BEV) benötigen weniger Palladium als PHEVs. Daher schlussfolgern die Analysten von Heraeus: „Die Palladiumnachfrage aus dem Autosektor in China wird von voraussichtlich ca. 1,7 Mio. Unzen in diesem Jahr allmählich zurückgehen. Die zukünftigen Aussichten für die Palladiumnachfrage werden davon abhängen, ob der BEV-Anteil wie prognostiziert weiterwächst. Sollten PHEVs weiter bevorzugt werden, unterstützt dies die Palladiumnachfrage.“

https://www.heraeus.com

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