Lab-Growns

Bunt und besonders

Der synthetische Diamant ist auch im Fachhandel keine Nische mehr. Ungeahnte Größen, Farben und Designs vergrößern das Angebot und geben neue Freiheiten. Konsumenten lieben es bunt und besonders – auch in Zeiten des hohen Goldpreises.

30. März 2026 Ulrich Voß
Kommentare (0) Link kopieren

Die vergangenen Monate waren für die Lab-Grown-Branche eine gute Zeit. Konsumenten wollen große und besondere Diamanten, prominente Marken wie Pandora geben Rückenwind und immer mehr Fachhändler legen ihre Bedenken ab und investieren in das neue Segment. Ein Meilenstein sei die diesjährige Inhorgenta gewesen, sagt Lab-Grown-Pionierin Christine Marhofer, die mit Nevermined die erste Produzentin von Labordiamanten für Schmuck in Deutschland ist. Ihr Fazit: „Lab-Grown-Diamanten aus Deutschland sind längst in der Branche angekommen und die Transformation nimmt spürbar Fahrt auf.“ Was genau ist es, was Konsumenten wollen und der synthetische Diamant liefern kann? Wir haben den neuen Markt aus Verbraucher- und Händlersicht angesehen.

Trends aus dem Labor

Es soll anders aussehen, wünschen sich die Verbraucher – und egal ob es der junge, Social-Media-getriebene Trendsetter oder der ältere Juwelier-Stammkunde ist: Der synthetische Diamant liefert Antworten. Welche genau, zeigen wir hier mit den wichtigsten Trends.

Trend 1: Ungeahnte Größen

Die Karatgewichte steigen und steigen. Was für den einen (Ernstes Design) der Halbkaräter war und nun der Zweikaräter ist, ist für den anderen (Traumwerk) der Dreikaräter, der in der Präsentationsbox selbst Fachverkäuferinnen verzückt. Mal ganz ehrlich, wer hatte je einen Dreikaräter am Finger?

Trend 2: Starke Farben

Bunte Diamanten kennt man von Auktionshäusern. Der Labordiamant macht Farbe erschwinglich – und der Konsument ist begeistert. Produzenten wie Diavon oder Nevermined berichten, dass sie mittlerweile mehr farbige als weiße Steine verkaufen. Ein Paradigmenwechsel, weg vom ewig weißen Tiffany-Ring. Aktuelle Farbtrends sind: Fancy Vivid Pink, Blue, Yellow sowie Champagner für den Vintage-Look.

Trend 3: Viel Bling-Bling

Es muss funkeln. Der Steinbesatz steigt. Vollbesetzte Ringschienen sind das eine, dezentere Versionen wie der „Hidden Halo“ mit „verstecktem“ Brillantkranz das andere. Der synthetische Diamant macht es möglich. Interessante Zahlen liefert Chris Rauschmayer, der als einer der ersten Hersteller offensiv in seinem B2C-Shop synthetische Diamanten angeboten hat. In diesen zwei Jahren ist selbst die Anzahl an Steine bei Trauringen signifikant gestiegen, von sechs auf aktuell zwölf Steine pro Damenring, ganz zu schweigen vom Steinbesatz bei Solitären. Sein Fazit: Lab-Growns bringen der Konsumentin Spaß am Dekorieren.

Trend 4: Besondere Schliffe

Die neue Freiheit der Diamantproduktion bringt neue Designs und damit neue Schönheitsideale hervor. Neben dem viel diskutierten „Elongated Cushion Cut“ von Taylor Swift entwickeln sich vor allem Oval-, Marquise- und Emerald-Cut stark, berichtet HesseLab. Der Grund: Die länglichen Proportionen sind eleganter und strecken optisch den Finger. Kein Vergleich zum runden Brillanten.

Keine Kommentare

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare zu sehen oder zu verfassen.

Lesen Sie weiter mit

Sie sind noch nicht registriert?

Jetzt GZ+ testen

3 Monate nur 27€ 3€
Danach 9€/Monat


Sie sind Abonnent der GZ?

Jetzt kostenlos registrieren

Für Abonnenten der GZ-
Druckausgabe kostenlos

Sie sind bereits registriert?

Für registrierte Nutzer

Inhalt