Neue Zahlen von Destatis

Weniger Juweliere, mehr Umsatz

Die Zahl der Uhren- und Schmuckhändler in Deutschland sinkt weiter. Gleichzeitig legt der Branchenumsatz laut Destatis spürbar zu – wohl auch bedingt durch steigende Goldpreise.

30. März 2026 Christian Lücke
Kommentare (0) Link kopieren

Der Strukturwandel im Uhren- und Schmuckeinzelhandel setzt sich fort: Wie aus der aktuellen Umsatzsteuer-Statistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorgeht, ist die Zahl der Betriebe im Jahr 2024 erneut gesunken. Mit 6.235 Unternehmen wurden rund 100 weniger gezählt als im Vorjahr.

Besonders deutlich wird die Entwicklung im Langzeitvergleich: Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist die Zahl der Händler um mehr als 1.800 Betriebe zurückgegangen. Die Gründe dürften vielfältig sein und von Nachfolgeproblemen über steigende Kosten bis hin zur zunehmenden Marktkonzentration reichen.

Gleichzeitig zeigt sich die Branche wirtschaftlich robust: Der steuerbare Umsatz mit Waren und Dienstleistungen stieg 2024 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 360 Millionen Euro auf insgesamt 7,1 Milliarden Euro – wohl auch bedingt durch steigende Gold- und Edelmetallpreise (allein der Goldpreis stieg 2024 im Vergleich zu 2023 um etwa 30 Prozent).

Die Zahlen verdeutlichen einen klaren Trend: Weniger Betriebe erwirtschaften höhere Umsätze. Dies ist ein Indiz für zunehmende Konsolidierung und steigende Effizienz im Markt.

Keine Kommentare

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare zu sehen oder zu verfassen.

Lesen Sie weiter mit

Sie sind noch nicht registriert?

Jetzt GZ+ testen

3 Monate nur 27€ 3€
Danach 9€/Monat


Sie sind Abonnent der GZ?

Jetzt kostenlos registrieren

Für Abonnenten der GZ-
Druckausgabe kostenlos

Sie sind bereits registriert?

Für registrierte Nutzer

Inhalt