Juwelier der Zukunft

„Wer vergleichbar ist, hat schon verloren“

Manfred Hilscher und Kai Pierre Thieß von Juwelier Hilscher denken den Juwelier neu: als Unternehmer, Netzwerker und Kurator von Werten. Im Gespräch mit GZ-Chefredakteur und Herausgeber Christian Jürgens erklärt Kai Thieß, warum Vergleichbarkeit gefährlich ist, weshalb er sich als „Flaneur zwischen den Welten“ versteht und wie aus Verkauf echte Bindung entsteht.

24. Apr. 2026 Christian Jürgens
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Kai, wenn man über den Juwelier der Zukunft spricht, landet man schnell bei Krisen, Frequenzverlusten, Online-Konkurrenz und einem veränderten Konsumverhalten. Wie blickst Du auf diese Herausforderungen?

Kai Thieß: Ich glaube, man muss zuerst verstehen, dass sich der Begriff Luxus grundlegend verändert hat. Früher reichte es vielleicht, schöne Dinge anzubieten. Heute reicht das nicht mehr. Entscheidend ist, welchen Mehrwert wir als Juwelier überhaupt noch bieten. Es geht nicht mehr nur um Produkte oder Marken, sondern darum, ob wir für Kunden relevant sind – durch Qualität und durch das, was wir als Unternehmer einbringen. Wenn das fehlt, liegt das Problem nicht an der Lage oder am Onlinehandel, sondern am eigenen Konzept. Gleichzeitig bedeutet das auch, dass wir als Branche wieder stärker in Werten denken müssen: Dinge zu schaffen, die Bestand haben, die berühren und die für den Kunden eine echte Bedeutung entwickeln.

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