Presseevent in Hamburg
Unisexgrößen und Partneruhren: Trends und aktuelle Modelle von Rado
Das „True Round Les Couleurs Le Corbusier Special Edition“-Trio von Rado.
Bild: Rado
Bei Rado haben sich in den vergangenen Monaten zwei Trends abgezeichnet, wie die GZ auf einem Pressevent erfuhr. Einerseits erfreuen sich Unisexgrößen großer Beliebtheit. Andererseits werden immer mal wieder Partneruhren verkauft. Konkret zeigt sich das in zwei unterschiedlichen Kaufmustern: Ein Paar kauft sich entweder eine Uhr in einer Unisexgröße, wie beispielsweise mit 39 Millimetern Gehäusedurchmesser, und trägt diese abwechselnd mit verschiedenen Armbändern. Oder bei gefragten Modellen wie der „Captain Cook“ kommt es sogar vor, dass sich ein Paar gleich zwei Uhren zulegt, um sozusagen im Partnerlook auszugehen. Entscheiden sich Paare für Letzteres, unterscheiden sich die Modelle häufig hinsichtlich der gewählten Gehäusegrößen: Kundinnen greifen laut Rado eher zu Durchmessern bis 39 Millimeter, Kunden häufiger zu Modellen ab 40 Millimetern.
Das bedeuten die Trends für Juweliere und Rado-Konzessionäre
Aus den von Rado geschilderten Kaufmustern lassen sich für den Fachhandel mehrere Beratungs- und Verkaufsansätze ableiten:
- Die klassische Geschlechterzuordnung von Uhren wird durchlässiger. Ein Durchmesser um 39 Millimeter funktioniert offenbar zunehmend als Schnittmenge zwischen Damen- und Herrenuhr. „Unisex“ wäre damit nicht nur eine Designbezeichnung, sondern kann zu einem konkreten Verkaufsargument werden.
- Unisexmodelle eröffnen zusätzliches Potenzial für Wechselbänder. Teilen sich Partner eine Uhr und variieren deren Auftritt über unterschiedliche Armbänder, wird das Wechselband vom Zubehör zum Bestandteil des Beratungsgesprächs – und kann zugleich zusätzliches Umsatzpotenzial eröffnen.
- Gleichzeitig verschwindet aber die klassische Größenpräferenz nicht. Der Verkauf zweier Partneruhren zeigt, dass ein gemeinsamer Look nicht zwingend identische Abmessungen voraussetzt. Dieselbe Modellfamilie kann vielmehr unterschiedliche Größen anbieten und trotzdem als gestalterische Klammer funktionieren.
- Partneruhren könnten ein interessanter Beratungsansatz werden. Für Juweliere eröffnet sich die Möglichkeit, nicht nur eine einzelne Uhr, sondern ein Paar beziehungsweise eine gemeinsame Stilidee zu verkaufen. Gerade ikonische Modellfamilien, die in mehreren Durchmessern erhältlich sind, wie bei Rado die „Captain Cook“, eignen sich dafür.
Stärken des Sortiments werden künftig ausgebaut
Zu kommenden Kollektionserweiterungen gab es noch keine Einblicke, wohl aber zur groben Richtung. Rado setzt unter anderem auf das Einstiegspreissegment und das Verkaufsargument des leistbaren Luxus.
„Das Einstiegspreissegment wird bei der ‚HyperChrome‘ perspektivisch ausgebaut.“Peter Gauss, Brand Manager Rado Deutschland/Österreich
Aktuelle Modelle von Rado in der Übersicht
DiaStar Original Skeleton
Zu sehen gab es beim Termin in Hamburg die „DiaStar Original Skeleton“ in der limitierten, bunten Ausführung mit farblich abgestimmten Armbändern und farblich dazu passender bunter Minuterie. Drei Ausführungen in Rot, Blau und Grün mit je skellettietem Zifferblatt sind kürzlich erschienen, die je auf 555 Exemplare limitert sind. Die Modelle in Rot und Blau sind mit einem Edelstahlgehäuse erhältlich, während die Ausführung mit grünem Armband und Minuterie in einem goldfarben PVD-beschichteten Gehäuse verfügbar ist.
Integral
Zum 40. Jubiläum interpretiert Rado 2026 die erstmals 1986 lancierte „Integral“ mit dezenten Aktualisierungen neu. Als erste Uhr der Marke mit Hightech-Keramik markiert sie einen wichtigen Meilenstein in der Rado-Geschichte. Charakteristisch ist die rechteckige Gehäuseform, während die Gravur „Since 1986, Anniversary Edition“ auf dem Gehäuseboden auf das Jubiläum verweist.
True Round Open Heart Limited Edition
Auf 888 Exemplare limitiert, verbindet die „True Round Open Heart Limited Edition“ einen zarten Rosé-Ton mit einem ungewöhnlichen Farbspiel. Monobloc-Gehäuse, Krone und Armband bestehen aus polierter roséfarbener Hightech-Keramik. Durch das Open-Heart-Design lässt sich das Rado-Automatikkaliber R734 betrachten. Roségoldfarbene Zeiger und Indizes mit weißer Leuchtmasse greifen die Farbgebung der Uhr auf. Eine Besonderheit ist das photochrome Zifferblatt: Bei hellem Sonnenlicht verändert es seine Farbe von zartem Rosa zu kräftigem Magenta.
Centrix Open Heart
Mit drei aktuellen Modellen rückt Rado bei der „Centrix Open Heart“ die Verbindung von Schmuckästhetik und Mechanik in den Mittelpunkt. Gemeinsam ist den Automatikuhren das offene Zifferblatt, das den Blick auf das arbeitende Uhrwerk freigibt. Hinzu kommen Perlmutt, Diamanten und die für Rado charakteristische Hightech-Keramik. Unterschiede zeigen sich vor allem bei Größe, Diamantbesatz und Farbgestaltung. Gestalterische Inspiration liefert eine chinesische Liebeslegende, nach der sich zwei getrennte Liebende nur einmal im Jahr, am siebten Tag des siebten Mondmonats, begegnen dürfen. Eine von Elstern gebildete Brücke führt sie zusammen – eine Symbolik, die Rado im offenen, bogenförmigen Zifferblattdesign aufnimmt. Diamanten sollen dabei für die Sterne stehen, die Zeiger sinnbildlich für das Liebespaar.
True Round Les Couleurs Le Corbusier Special Edition
Mit einem Trio der „True Round Les Couleurs Le Corbusier Special Edition“ setzt Rado seine Auseinandersetzung mit dem Werk des Architekten und Designers Le Corbusier fort. Die drei Modelle aus Monobloc-Hightech-Keramik nehmen Bezug auf ikonische Bauwerke Le Corbusiers und greifen zugleich dessen Farbwelt auf. Bei den neuen Uhren treffen präzise Farbcodes und Gravuren mit architektonischem Bezug auf die reduzierte Formensprache der True Round. Im Inneren arbeitet das Automatikwerk R763 mit einer Gangreserve von 80 Stunden. So verbindet das Trio Le Corbusiers Ideen zu Architektur und Farbe mit moderner keramischer Uhrmacherei.
Anatom
Bereits 1983 sorgte die Rado „Anatom“ mit ihrem markanten Design für Aufsehen. Zum 40-jährigen Jubiläum brachte Rado 2023 die Kollektion in neuen Ausführungen zurück, 2026 folgen nun weitere Varianten. Zu den Neuheiten zählt ein 27,5-mm-Modell, dessen Armband mit Diamantbesatz zwischen den Gliedern besondere Akzente setzt. Damit verbindet Rado die charakteristische Formensprache und den hohen Tragekomfort der Anatom mit innovativen Materialien und einer betont luxuriösen Ästhetik.
HyperChrome
Auch die „HyperChrome“-Linie erhält mit zwei neuen Quarzmodellen Zuwachs. Gemeinsam ist beiden eine Lünette aus Hightech-Keramik. Die erste Variante kombiniert ein poliertes und satiniertes Edelstahlgehäuse mit roségoldfarbener PVD-Beschichtung mit einer polierten Lünette aus brauner Hightech-Keramik – ein warmer, zugleich sportlich-eleganter Auftritt. Das zweite Modell setzt mit einem Zifferblatt in British Racing Green auf eine Farbe mit traditionsreichem Motorsportbezug. Goldfarbene, gebürstete und polierte Finishes verleihen der sportlichen Gestaltung zusätzliche Eleganz und machen die beiden „HyperChrome“-Neuheiten auch abseits sportlicher Anlässe zu markanten Begleitern.
Florence
Die von der Kunst der italienischen Renaissance inspirierte Rado „Florence“ präsentiert sich in drei neuen Farbvarianten. Zur Wahl stehen Zifferblätter in Grün, Champagner und Blau, jeweils akzentuiert von vier Diamanten und Zeigern mit Super-LumiNova-Details. Die Metallisierung und der Hintergrund der Datumsanzeige sind jeweils auf die Zifferblattfarbe abgestimmt. Charakteristische Merkmale der Linie bleiben das schlanke Profil, das siebenreihige Armband und das randlose Saphirglas, das den eleganten Auftritt der Florence unterstreicht.
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