Uhrkraft Academy

Zukunft durch Service

Zwischen Businessmodell und Hilfe zur Selbsthilfe: Mit der „Uhrkraft Academy“ startet die Essener Manufaktur ein neues Kapitel, das willkommener nicht sein könnte. Es geht um eine praxisorientierte Zusatzqualifikation für den Uhrenservice.

29. Sep. 2026 Ulrich Voß
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Wir können, dürfen und wollen mit dieser Akademie nicht eine klassische Ausbildung ersetzen, aber wir wollen dafür sorgen, dass die Kollegen Kompetenzen aufbauen und dadurch mehr Service, mehr handwerkliche Kompetenz und letztlich auch mehr Umsatz haben“, sagt Ralf Lehr, Geschäftsführer von Uhrkraft, zu seinem neuen Standbein, der „Uhrkraft Academy“. Das Angebot dieser praxisorientierten Zusatzqualifikation richtet sich auch an motiviertes Verkaufspersonal und Unternehmen, die ihre Werkstatt aufgegeben haben und trotzdem noch täglich mit Kundenanfragen zu tun haben.

Aufgeteilt ist das System auf zwei aufeinander aufbauende Qualifikationsstufen. In Level 1 geht es in erster Linie um den Quick-Service, also Batterie, Band, Gehäuse, WD-Prüfung und einfache Servicearbeiten, die den Großteil der Anfragen ausmachen und die entsprechend geschulte Mitarbeiter im Fachhandel professionell durchführen können. Aus eigener Erfahrung kennt Ralf Lehr die vielen verunglückten Beispiele von verkratzten Uhrenböden, fehlenden Schrauben oder heraushängenden Dichtungsringen. Wie aber lässt sich die Situation verbessern, im Sinne des Konsumenten und Uhrenfans? Der Service und die handwerkliche Kompetenz gehören zu den dafür wichtigsten Punkten – und damit verbunden sind die Fragen, was sich der Mitarbeiter zutraut, wo seine Grenzen sind und ab wann der Profi an die Uhr sollte.

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