Umsatz von umgerechnet etwa 967 Millionen Euro in Q2 verkündet
Pandora hebt Wachstumsprognose für 2026 an
Pandora-Standort im Herzen von London
Bild: Pandora
Pandora hat im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 7,219 Milliarden Dänischen Kronen (DKK), also rund 967 Millionen Euro, erzielt. Das entspricht einem organischen Wachstum von drei Prozent. Auf vergleichbarer Fläche (Like-for-Like, LFL) legten die Erlöse um ein Prozent zu, während die Erweiterung des Vertriebsnetzes und sonstige Effekte zwei Prozentpunkte zum Wachstum beitrugen. Im Vorjahresquartal hatte das organische Wachstum noch acht Prozent betragen.
Regional zeigte sich ein unterschiedliches Bild. In Nordamerika ging der vergleichbare Umsatz um ein Prozent zurück. In der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) lag das Minus bei zwei Prozent. Deutlich dynamischer entwickelten sich dagegen Asien-Pazifik mit einem LFL-Plus von zehn Prozent und Lateinamerika mit einem Zuwachs von 18 Prozent.
Bruttomarge profitiert von Einmaleffekt
Der operative Gewinn (EBIT) stieg im zweiten Quartal von 1,287 auf 1,463 Milliarden DKK, also ungefähr von 172 Millionen Euro auf circa 196 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erreichte 20,3 Prozent nach 18,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Allerdings profitierte das Ergebnis deutlich von einem Einmaleffekt: Eine teilweise Erstattung im Zusammenhang mit Pandoras US-Zollforderung nach dem IEEPA erhöhte die Bruttomarge um 2,3 Prozentpunkte und die EBIT-Marge um 2,5 Prozentpunkte.
Bereinigt um diesen Effekt lag die Bruttomarge bei 78,2 Prozent und damit 1,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Nach Angaben des Unternehmens belasteten Zölle, Rohstoffpreise und Wechselkurse die Bruttomarge mit insgesamt 2,7 Prozentpunkten. Effizienzmaßnahmen und eine disziplinierte Rabattpolitik konnten einen großen Teil dieser Belastungen ausgleichen. Die bereinigte EBIT-Marge blieb trotz externer Belastungen von drei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil.
Pandora justiert Wachstumsstrategie
Parallel zu den Geschäftszahlen arbeitet Pandora an der Weiterentwicklung seiner Strategie. Das Unternehmen will Design stärker als Treiber der Begehrlichkeit positionieren, sein Marketing stärker an lokalen und kulturellen Besonderheiten ausrichten und seine Wachstumsmaßnahmen differenzierter auf einzelne Märkte abstimmen.
Mit dem Frühjahrsthema „Garden of Dreams“ bündelte Pandora Produkte verschiedener Kollektionen rund um von der Natur inspirierte Motive. Unterstützt wurde das Konzept durch Marketingmaßnahmen und eine stärkere Inszenierung am Point of Sale. Nach Unternehmensangaben trug die Aktivierung zum Wachstum der Kollektion Timeless bei.
Im Juli folgte mit „Pandora Wonders“ eine auf mehrere Jahre angelegte Markenplattform. Sie soll die Begehrlichkeit und kulturelle Relevanz der Marke durch eigenständiges Design, Handwerkskunst und die Neuinterpretation ikonischer Schmuckmaterialien stärken. Das erste Kapitel entstand gemeinsam mit Stylist Harry Lambert und wurde während der Haute Couture Week in Paris vorgestellt.
Test mit platinbeschichtetem Schmuck
Auch beim Produktangebot erprobt Pandora neue Wege. Im Juli startete das Unternehmen in den Niederlanden einen Pilotversuch mit einem begrenzten Sortiment platinbeschichteter Schmuckstücke. Vorausgegangen waren nach Unternehmensangaben mehr als ein Jahr Entwicklungsarbeit und Verbrauchertests.
Im vierten Quartal 2026 sollen ausgewählte Designs in weiteren Märkten getestet werden. Für 2027 ist anschließend eine breitere Einführung vorgesehen.
Prognose für 2026 angehoben
Nach dem zweiten Quartal erhöht Pandora seine Prognose für das Gesamtjahr. Statt eines organischen Wachstums zwischen minus einem und plus zwei Prozent erwartet das Unternehmen nun null bis drei Prozent. Die Prognose für die EBIT-Marge steigt von bislang 21 bis 22 Prozent auf 22 bis 23 Prozent. In der neuen Margenprognose ist allerdings der erwartete Einmaleffekt aus der US-Zollforderung berücksichtigt.
Für das dritte Quartal meldet Pandora einen vergleichbaren Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die Entwicklung sei dabei auch durch die zeitliche Verlagerung kommerzieller Aktivitäten begünstigt worden.
„Wir machen Fortschritte dabei, Pandoras Wachstumsmotor wieder in Schwung zu bringen“, erklärt President und CEO Berta de Pablos-Barbier. Die ersten Auswirkungen der eingeleiteten Maßnahmen seien ermutigend, auch wenn noch weitere Arbeit bevorstehe.
Pandora erzielte 2025 einen Umsatz von 32,5 Milliarden DKK beziehungsweise rund 4,4 Milliarden Euro. Die Marke ist nach eigenen Angaben in mehr als 100 Ländern an rund 7.000 Verkaufsstellen vertreten.
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