Nach eigenen Angaben weltweit größte Fertigungsanlage für Echtschmuck

Pandora baut Produktionskapazitäten aus

Mit einer Investition von 150 Millionen US-Dollar (etwa 133 Millionen Euro) baut Pandora seine Produktion aus. Die neue Schmuckmanufaktur in Vietnam soll jährlich bis zu 60 Millionen Schmuckstücke fertigen.

16. Okt. 2026 Christian Lücke
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Der dänische Schmuckkonzern Pandora hat im Oktober seine neue Produktionsstätte in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, eröffnet. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um die weltweit größte Fertigungsanlage für Echtschmuck. Rund 150 Millionen US-Dollar investierte Pandora in den Standort, der die bisherigen Produktionskapazitäten des Unternehmens um 50 Prozent erweitern soll.

Auf einer Fläche von 7,5 Hektar, was etwa zehn Fußballfeldern entspricht, können künftig bis zu 60 Millionen Schmuckstücke jährlich gefertigt werden. Sobald die neue Anlage vollständig in Betrieb ist, sollen dort rund 7.000 Menschen beschäftigt sein.

Mehr Kapazität und eine breitere Produktionsbasis

Bislang fertigte Pandora seinen Schmuck ausschließlich in Thailand. Mit dem neuen Standort in Vietnam, der vierten Produktionsstätte des Konzerns insgesamt, will das Unternehmen seine Lieferketten widerstandsfähiger gestalten und die Voraussetzungen für weiteres Wachstum schaffen. Eine wichtige Rolle soll die Fabrik künftig auch bei der Herstellung platinbeschichteter Schmuckstücke spielen. Damit treibt Pandora zugleich die Diversifizierung seiner Materialstrategie voran.

Um die handwerklichen Qualitätsstandards sicherzustellen, werden die neuen Beschäftigten in einer eigenen Ausbildungsakademie geschult. Der Wissenstransfer zwischen den Fertigungsteams in Thailand und Vietnam soll dabei die jahrzehntelange Erfahrung des Unternehmens in der Schmuckproduktion nutzbar machen.

Nachhaltigkeit als Teil der Produktionsstrategie

Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt Pandora nach eigenen Angaben auf hohe Standards. Die neue Produktionsstätte ist mit Leed Gold zertifiziert, einer international anerkannte Zertifizierung für nachhaltige Gebäude, und wird ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben. Für die Schmuckfertigung kommen zudem zu 100 Prozent recyceltes Silber und Gold zum Einsatz, schreibt Pandora. Maßnahmen zur Energie- und Wassereffizienz sollen den Ressourcenverbrauch zusätzlich reduzieren.

Mit der Eröffnung in Vietnam unterstreicht Pandora seine langfristige Wachstumsstrategie. Der Konzern, der 2025 einen Umsatz von 32,5 Milliarden Dänischen Kronen (etwa 4,3 Milliarden Euro) erzielte, beschäftigt weltweit rund 39.000 Menschen und vertreibt seine Schmuckstücke in mehr als 100 Ländern. Die neue Fabrik soll nicht nur zusätzliche Kapazitäten schaffen, sondern auch mehr Flexibilität bei der Entwicklung und Fertigung künftiger Schmuckkollektionen ermöglichen.

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