Nachhaltigkeit | Mia Creations

Verantwortung als Teil der Qualität

Bei Mia Creations wird Nachhaltigkeit durch den RJC nun belegbar. Ein dekoratives Extra soll sie nicht sein, sondern nicht weniger als elementarer Teil des Luxusversprechens.

09. Juli 2026 Ulrich Voß
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Private-Label-Spezialist Mia Creations setzt auf RJC

Private-Label-Spezialist Mia Creations setzt auf RJC

Nachhaltigkeit kam beim Private-Label-Spezialisten Mia Creations nicht mit dem Zertifikat. Sie war vorher da. In der Auswahl der Materialien. In der Frage, mit wem zusammengearbeitet wird. In den Bedingungen, unter denen Schmuck entsteht. Die Manufaktur in Bangkok produziert unter anderem mit eigener Solarenergie und verarbeitet Chain-of-Custody-zertifiziertes Recyclinggold. Lieferanten werden nach ethischen Kriterien geprüft. Für das Unternehmen ist das keine Zusatzleistung, sondern Teil dessen, was gute Fertigung ausmacht. Neu ist nicht die Haltung, sondern der Nachweis. „Mia Creations hat sich für eine RJC-zertifizierte Manufaktur entschieden, weil Verantwortung im Markt nicht mehr nur behauptet werden darf. Sie muss belegbar sein“, sagt CEO Chuti Tricandha. Gerade dann, wenn Juweliere im Verkauf mit Fragen zur Herkunft von Gold, zu Arbeitsbedingungen oder zu nachvollziehbaren Standards konfrontiert sind. Der Responsible Jewellery Council schaffe dafür einen anerkannten Rahmen, so Tricandha. Aus internen Maßstäben werden geprüfte Standards. Aus Überzeugung wird Verlässlichkeit. 

„Die RJC-Zertifizierung hat unsere Haltung nicht verändert. Sie macht sichtbar, was für uns schon lange selbstverständlich ist.“

Ein großer Nutzen liegt damit nicht nur bei Mia Creations selbst, sondern vor allem bei den Handelspartnern, ergänzt Kerstin Tappmeyer, die die Marke in Europa repräsentiert: „Juweliere gewinnen Fakten, mit denen sie Sicherheit geben können. Sie müssen bei sensiblen Fragen nicht ausweichen. Sie können klar antworten. Das stärkt Vertrauen am POS und entlastet zugleich das Verkaufsgespräch.“  Was früher oft abstrakt blieb, wird nun konkret: Verantwortung lässt sich erklären, belegen und in die eigene Beratung einbauen. Das werde vor allem im Luxussegment relevant, sagt Kerstin Tappmeyer. „Wer hochwertigen Schmuck verkauft, verkauft längst nicht mehr nur Design, Handwerk und Seltenheit. Die Kundschaft achtet genauer auf Herkunft, Werte und Glaubwürdigkeit.“ Exklusivität allein reiche vielen Käufern nicht mehr. Sie wollen wissen, ob das, was glänzt, auch auf einer sauberen Grundlage steht. Für Juweliere im Premiumbereich sei dies kein Randthema. Es entscheidet mit darüber, wie stimmig ein Produkt wirkt und wie überzeugend ein Verkaufsgespräch endet. Mia Creations sieht die RJC-Zertifizierung deshalb nicht als Schmuck fürs Image, sondern als belastbaren Mehrwert für den Fachhandel. Die Botschaft ist einfach: Verantwortung gehört heute zur Qualität. Und im Luxus wird genau das immer öfter mitgekauft. 

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