ifo Institut

Leichte Belebung für das Geschäftsklima

Das ifo Geschäftsklima ist im Februar 2026 auf 88,6 Punkte gestiegen. Befragte Unternehmen bewerten ihre Lage besser im Vergleich zum Vormonat und die Erwartungen hellen sich auf.

25. Feb. 2026 Christian Lücke
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Die deutsche Wirtschaft sendet vorsichtige Erholungssignale: Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Februar 2026 auf 88,6 Punkte gestiegen, nach 87,6 Punkten im Januar. Damit verbessert sich die Stimmung in den Chefetagen leicht. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit ihren laufenden Geschäften, zugleich hellten sich die Erwartungen für die kommenden Monate auf.

Im Verarbeitenden Gewerbe legte der Index erneut zu. Ausschlaggebend waren deutlich positivere Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage. Zwar trübten sich die Erwartungen leicht ein, doch die Auftragslage entwickelte sich günstiger und die Produktionspläne wurden nach oben korrigiert – ein Hinweis auf zunehmende Zuversicht in der Industrie.

Auch im Dienstleistungssektor verbesserte sich das Geschäftsklima. Vor allem die Erwartungen fielen optimistischer aus, zudem bewerteten die Unternehmen ihre laufenden Geschäfte positiver. Besonders deutlich fiel der Anstieg in der Logistik aus.

Trübe Stimmung im Einzelhandel

Im Handel zeigte sich ein differenziertes Bild. Insgesamt gab der Index leicht nach, da die aktuelle Lage etwas kritischer beurteilt wurde. Der Ausblick auf die kommenden Monate wurde jedoch geringfügig angehoben. Während sich im Großhandel leichte Aufwärtstendenzen abzeichnen, trübte sich die Stimmung im Einzelhandel merklich ein.

Im Bauhauptgewerbe setzte sich die Erholung fort. Sowohl die Einschätzungen zur aktuellen Lage als auch die Erwartungen verbesserten sich. Allerdings bleibt die Auftragslage weiterhin verhalten und erholt sich nur langsam.

Vorsichtiger Optimismus

Für die Uhren- und Schmuckbranche, die stark vom privaten Konsumklima und der Investitionsbereitschaft abhängt, sind die aktuellen Zahlen ein vorsichtig positives Signal. Eine nachhaltige Trendwende ist damit zwar noch nicht besiegelt, doch die jüngsten Entwicklungen deuten auf eine allmähliche Stabilisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hin.

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