Unabhängige Uhren | Markt-Analyse

Druck im Markt

Genf feiert Rekorde, doch hinter glänzenden Fassaden wächst die Nervosität. Krieg, Konjunkturschwäche und hausgemachte Probleme belasten den globalen Uhrenmarkt.

18. Mai 2026 Gisbert L. Brunner
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Nach einer Woche geschäftigen Treibens schloss die glamouröse „Watches and Wonders“ 2026 am 20. April ihre Türen. Ihre Zahlen können sich sehen lassen. Gegenüber 2025 legte die international bedeutendste Messe für Uhren – und auch ein wenig Schmuck – nochmals zu. Fast 60.000 Besucherinnen und Besucher bedeuten neun Prozent mehr als im Vorjahr. Das gleiche prozentuale Wachstum verknüpft sich mit dem Verkauf von 25.000 Eintrittskarten für die drei Publikumstage am Schluss der Veranstaltung. Auffallend stark vertreten waren Repräsentanten der jüngeren Generation. Uhren wirken weiterhin als Magnet. Für Umsatz in logischerweise unbekannter Höhe sorgten rund 6.000 Fachhändler aus aller Welt.

Über mangelndes Interesse kann sich die Branche also nicht beklagen. Weit über eine reine Produktschau hinaus hat sich der Salon inzwischen als kultureller Ort etabliert, an dem Menschen ihre Erlebnisse, Emotionen und Leidenschaften teilen. Für Cyrille Vigneron, den Präsidenten der Watches and Wonders Geneva Foundation, demonstriert dieser Erfolg, „dass Uhrmacherei exklusiv sein kann, ohne auszugrenzen, einladend, ohne banal zu werden“.

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