Bester Wert seit sechs Jahren: 83,3 Prozent wollen ihre Innenstadt künftig mindestens genauso häufig besuchen wie bisher

Studie: Innenstädte gewinnen an Attraktivität

Die Innenstädte in Deutschland haben in den letzten Jahren wieder deutlich an Attraktivität gewonnen. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27 der CIMA Beratung + Management GmbH.

05. Okt. 2026 Christian Lücke
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Deutschlands Innenstädte werden wieder attraktiver. Laut der Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27 der CIMA Beratung + Management GmbH wollen 83,3 Prozent der Befragten ihre Innenstadt künftig mindestens genauso häufig besuchen wie bisher. Das ist der beste Wert seit sechs Jahren.

Für die repräsentative Studie wurden im Mai und Juni 2026 mehr als 5.000 Bundesbürger befragt. Die Ergebnisse unterstreichen insbesondere die Bedeutung des stationären Handels für die Stadtzentren: Knapp zwei Drittel der Befragten nennen Einkaufen als Grund für einen Innenstadtbesuch. 46 Prozent kommen zum Bummeln, 45 Prozent wegen der Gastronomie. Für attraktive Zentren komme es auf einen guten Mix aus Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und öffentlichen Einrichtungen an, betont Studienautor und CIMA-Geschäftsführer Roland Wölfel.

HDE fordert: Leerstände konsequent angehen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht in den Ergebnissen eine Bestätigung für die enge Verbindung zwischen einem funktionierenden Einzelhandel und attraktiven Innenstädten. Gleichzeitig warnt HDE-Präsident Alexander von Preen davor, sich auf der positiven Entwicklung auszuruhen. Insbesondere Leerstände müssten konsequent bekämpft werden. Der Verband fordert dafür unter anderem eine Gründungsoffensive mit entsprechenden Fördermitteln für den Einzelhandel. Weniger Leerstand könne zugleich das Sicherheitsgefühl in den Stadtzentren verbessern.

Auch die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd) setzt auf eine stärkere Zusammenarbeit der Akteure vor Ort. Für einen dauerhaften Erfolg brauche es ein strategisches Gesamtkonzept, das Handel, Gastronomie und Erlebnisangebote miteinander verbindet und die Aufenthaltsqualität verbessert, so die bcsd-Bundesvorsitzende Karmen Strahonja. Die Deutschlandstudie entstand in Kooperation von CIMA, HDE und bcsd sowie mit Unterstützung weiterer Verbände und Unternehmen.

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