Chopard

Der Adler und das Alpenglühen

Chopard präsentiert eine neue Variante des Alpine Eagle 41 XPS: Das Modell „Mountain Glow“ kombiniert ein champagnerfarbenes Zifferblatt mit einem überarbeiteten Lucent-Steel-Armband.

14. Apr. 2026 Mathias Menzel
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Chopard ergänzt die Alpine-Eagle-XPS-Linie um eine dritte Zifferblattfarbe: „Mountain Glow“. Es handelt sich dabei um einen warmen Champagnerton, galvanisch auf Messing aufgebracht, der das Abendlicht auf alpinen Gipfeln evozieren soll. Das charakteristische Strahlenmuster – eine stilisierte Adleriris – prägt weiterhin die Oberfläche. Stundenindizes und Zeiger bestehen aus ethisch beschafftem Weißgold und sind mit Grade X1 Super-LumiNova beschichtet; die kleine Sekunde sitzt bei 6 Uhr, eine Datumsanzeige fehlt bewusst.

Die erste XPS-Variante erschien 2023 mit dem „Monte Rosa Pink“-Zifferblatt. Im vergangenen Jahr hatte Chopard zur Watches & Wonders eine Platinvariante des 41 XP mit blauem „Shades of Ice“-Zifferblatt präsentiert. Mit „Mountain Glow“ und Stahlgehäuse erweitert Chopard nun Alltagstauglichkeit und Zielgruppe des Modells, ohne den alpinen Gestaltungskanon der Kollektion zu verlassen.

Flaches Werk mit langer Entwicklungsgeschichte

Im 41-mm-Gehäuse arbeitet das hauseigene Automatikkaliber L.U.C 96.40-L, eine direkte Weiterentwicklung des ersten Chopard-Manufakturwerks von 1996. Mit 3,30 mm Werkshöhe gehört es zu den flachsten Selbstaufzugskalibern mit Mikrorotor am Markt. Zwei gestapelte Federhäuser (Chopard Twin Technology), aufgezogen über einen 22-Karat-Gelbgold-Mikrorotor, liefern 65 Stunden Gangreserve.

Die Schwanenhalsregulierung erlaubt die Feinreglage, eine Sekundensperre erleichtert das präzise Stellen. Die Frequenz beträgt 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Das Kaliber ist als COSC-Chronometer zertifiziert und trägt das Poinçon de Genève.

Gehäuse: 8 mm Bauhöhe, 100 Meter Wasserdichtheit

Das Gehäuse aus Lucent Steel misst 41 mm im Durchmesser bei 8 mm Bauhöhe – Proportionen, die den XPS auch bei formellen Anlässen tragbar machen. Der charakteristische Achtschraubenring, die Lünette mit Kompassrose-Krone und der einseitig gebürstete Gehäusemantel mit polierten Kanten bleiben unverändert. Die Wasserdichtheit ist mit 100 Metern angegeben.

Konstruktiv am deutlichsten verändert hat Chopard das Armband: Die ersten fünf Glieder sind nun stärker verjüngt, die Glieder zur Faltschließe hin werden schmaler und betonen die Gesamtflachheit der Uhr. Neu ist ein in die dreifach gesicherte Faltschließe integriertes Komfortverstellsystem: Mit einem Zug-Druck-Mechanismus lässt sich das Armband um bis zu 5 mm verlängern.

Proprietäre Legierung mit 80 Prozent Recyclinganteil

Chopard setzt seit der Einführung der Alpine-Eagle-Kollektion 2019 auf Lucent Steel – eine hauseigene Legierung, die durch ein Umschmelzverfahren mit 80 Prozent Recyclinganteil produziert wird und hypoallergen, härter als Standardstahl und optisch brillanter sein soll. Seit 2023 wird das Material in sämtlichen Chopard-Stahluhren verwendet, Gehäuse und Armbänder eingeschlossen.

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