Kreationen der italienischen Werkstatt für historischen Bühnenkostümschmuck

Ausstellung in Vicenza zeigt Opernschmuck von Corbella

Das Museo del Gioiello in Vicenza widmet dem italienischen Bühnenausstatter Corbella eine Sonderausstellung. Gezeigt werden historische Schmuckstücke berühmter Opernsängerinnen sowie Dokumente aus der Operngeschichte.

15. Juni 2026 Christian Lücke
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Das Museo del Gioiello in Vicenza präsentiert noch bis zum 30. September 2026 die Sonderausstellung „Divas and Jewels on Stage. Corbella for Renata Tebaldi, Maria Callas, and the Opera Singers“. Die von Paola Venturelli kuratierte Schau widmet sich dem historischen Bühnenschmuck des Mailänder Unternehmens Corbella, das über mehr als ein Jahrhundert hinweg Opernhäuser und Theater weltweit mit Schmuck, Accessoires und Requisiten ausstattete.

Hautnah erleben, was Maria Callas & Co. trugen

Im Mittelpunkt stehen Schmuckstücke, die mit einigen der bekanntesten Opernsängerinnen des 20. Jahrhunderts in Verbindung stehen, darunter Maria Callas, Renata Tebaldi, Rosetta Pampanini und Giulietta Simionato. Zu sehen sind Kronen, Diademe, Halscolliers und weitere Bühnenornamente, die aus vergoldetem Metall, Filigranarbeiten, Glassteinen und Strass gefertigt wurden.

Rolle von Schmuck auf der Opernbühne

Die Ausstellung beleuchtet die Rolle von Schmuck als gestalterischem Element auf der Opernbühne. Viele der gezeigten Stücke orientieren sich an historischen Vorbildern oder zeitgenössischem Hochschmuck und wurden speziell für berühmte Opernproduktionen geschaffen. Zu den Exponaten zählen unter anderem ein ägyptisch inspiriertes Collier, das von Maria Callas getragen wurde, ein Diadem für Umberto Giordanos „Fedora“ sowie Haarschmuck für Puccinis „Madama Butterfly“.

Besondere Aufmerksamkeit gilt einer Krone aus der Oper „Turandot“, deren Uraufführung an der Mailänder Scala sich 2026 zum 100. Mal jährt. Das Bühnenornament wurde bei der Premiere 1926 von der Sopranistin Rosa Raisa getragen und zählt heute zu den ikonischen Symbolen der Oper.

Historische Dokumente und Stoffe erweitern die Ausstellung

Ergänzt wird die Ausstellung durch historische Dokumente aus dem Archiv des Dirigenten Tullio Serafin, darunter eine originale „Turandot“-Partitur sowie ein handschriftlicher Brief von Maria Callas aus dem Jahr 1967. Darüber hinaus werden historische Stoffe des venezianischen Textilunternehmens Rubelli gezeigt, die einst in den Opernhäusern La Scala und La Fenice verwendet wurden.

Museo del Gioiello

Die Sonderausstellung ist im Erdgeschoss des Museo del Gioiello in der Basilica Palladiana zu sehen. Das Museum gilt nach eigenen Angaben als das erste ausschließlich dem Schmuck gewidmete Museum Italiens und befindet sich im historischen Zentrum von Vicenza.

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