Für den guten Zweck
Zidanes erste „Cartier Pasha“ kommt unter den Hammer
Bild: Christie’s / Alex Teuscher
Bei der diesjährigen Rare-Watches-Auktion von Christie’s in Genf steht ein ganz besonderes Sammlerstück im Mittelpunkt: die persönliche „Cartier Pasha“ von Zinedine Zidane. Die Uhr, die der ehemalige Fußball-Weltmeister Anfang der 1990er-Jahre von seinem ersten Profigehalt bei Girondins Bordeaux erwarb, wird am 9. November 2026 zugunsten von ELA International versteigert.
Für Sammler sei die Uhr weit mehr als ein klassisches Cartier-Modell, schreibt Christie’s in der Pressemitteilung. Die Uhr begleite die außergewöhnliche Karriere eines der größten Fußballer und besitze damit eine Provenienz, die weit über die Welt der Uhrmacherei hinausreiche.
Eine Cartier mit persönlicher Geschichte
Die „Cartier Pasha“ (auch unter „Cartier Pasha de Cartier“ bekannt) zählt zu den markantesten Kreationen der Pariser Manufaktur. Charakteristisch sind ihr ausdrucksstarkes Design, das Edelstahlarmband sowie die mit Saphir-Cabochons besetzten Drücker und Kronenelemente. Gerade diese unverwechselbaren Merkmale haben die Kollektion über Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil der Cartier-Uhrenwelt gemacht.
Für Zidane besitzt das Modell jedoch vor allem emotionalen Wert. Nun trennt sich der ehemalige Welt- und Europameister bewusst von diesem persönlichen Erinnerungsstück, um die Arbeit von ELA International zu unterstützen: „Diese Cartier Pasha war die erste Uhr, die ich mir von meinem ersten Gehalt als Spieler in Bordeaux gekauft habe“, erklärt Zidane. „Sie ist seit fast fünfunddreißig Jahren bei mir. Nun kann sie dazu beitragen, ein neues Kapitel für die Familien von ELA zu schreiben.“
Watches for ELA: Die Uhrenbranche engagiert sich
Die Versteigerung des Modells von Zidane bildet den Höhepunkt der zweiten Ausgabe von „Watches for ELA“, einer Charity-Initiative zugunsten der European Leukodystrophies Association (ELA). Die Organisation setzt sich für die Erforschung und Bekämpfung von Leukodystrophien ein. Dabei handelt es sich um seltene genetische Erkrankungen des Nervensystems.
Neben Zidanes Uhr werden rund 20 außergewöhnliche Zeitmesser versteigert, die von großen Uhrenmarken und unabhängigen Manufakturen gespendet wurden, darunter Alpina, Artya, Boucheron, Bovet, Frédérique Constant, Gerald Charles, Konstantin Chaykin, Louis Erard, Louis Moinet, Maurice Lacroix, Mauron Musy, Montblanc, Pequignet und Tissot.
Guy Alba, Präsident von ELA International, bezeichnet die Auktion als Gemeinschaftsprojekt der Uhrenindustrie. Die Unterstützung führender Marken, des Christie’s-Teams sowie langjähriger Förderer wie Zinedine Zidane und François-Henri Pinault sende ein starkes Signal an die betroffenen Familien.
Christie’s erwartet internationale Aufmerksamkeit
Auch Christie’s misst der Veranstaltung große Bedeutung bei. Rémi Guillemin, Head of Watches Europe & Americas bei Christie’s, verweist auf die außergewöhnliche Kombination aus hochkarätiger Uhrmacherkunst und prominenter Provenienz. Insbesondere die langjährige Verbindung des Cartier-Modells zu Zidane dürfte weltweit das Interesse von Sammlern wecken.
Reise vor der Auktion
Bereits vor der Auktion wird die Kollektion auf eine internationale Reise gehen. Die erste öffentliche Präsentation findet vom 2. bis 4. September 2026 während der Geneva Watch Days in Genf statt. Anschließend folgen Stationen in Asien, den USA und abschließend wieder in Europa, wo die Uhren kurz vor der Versteigerung nach Genf zurückkehren und dort im Four Seasons Hotel des Bergues ausgestellt werden.
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