Hier spricht …

Von der Filialistin zur eigenen Idee

Mit dem „Schmuck Atelier Nord“ hat sich Diana Werner in Henstedt-Ulzburg den Traum vom eigenen Juweliergeschäft erfüllt.

11. Apr. 2026 Axel Henselder
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Wie begann Ihr Weg in der Schmuckbranche?

Diana Werner: Eigentlich habe ich nie etwas anderes gemacht. Ich bin Jahrgang 1985 und arbeite seit über 20 Jahren mit Schmuck. Zuerst habe ich in meinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet und relativ schnell eine Führungsposition übernommen. Danach bin ich zu Christ gewechselt, habe dort mehrere Filialen geleitet und zahlreiche Weiterbildungen im Bereich Führung, Management und Ausbildung absolviert. Meine letzte Station war sieben Jahre lang das Elbe Einkaufszentrum in Hamburg mit einem Team von bis zu 13 Mitarbeitenden.

Wann entstand der Wunsch nach Selbstständigkeit?

Der kam eher überraschend. Während meiner Elternzeit habe ich im Außendienst gearbeitet und Juweliere in der Region besucht. Einer von ihnen rief mich nach einem Gespräch zurück und fragte: „Sie wirken so motiviert – wollen Sie nicht mein Geschäft übernehmen?“ So lernte ich ein traditionsreiches Juweliergeschäft kennen, das seit 113 Jahren existierte und einen Nachfolger suchte. Der Standort hat enormes Potenzial und eine treue Stammkundschaft. Nach einigen Gesprächen haben wir uns geeinigt, und seit dem 1. November 2024 führe ich das Geschäft.

Sie haben das Traditionshaus komplett umgestaltet.

Das musste sein. Der Laden war in die Jahre gekommen. Ich wollte ihm meine eigene Handschrift geben. Mit überschaubarem Budget haben wir renoviert und ein neues Sortiment aufgebaut. Zunächst habe ich viele Marken in kleiner Auswahl getestet, um zu sehen, was bei den Kunden gut ankommt.

Womit heben Sie sich heute besonders ab?

Mit Service. Wir wechseln Batterien und Armbänder, löten Schmuck, reinigen Stücke, stechen Ohrlöcher, kaufen Altgold oder erstellen Gutachten. Ich arbeite mit zwei Goldschmieden und zwei Uhrmachermeistern zusammen. Viele Kunden schätzen, dass sie hier alles aus einer Hand bekommen.

Ihr Sortiment reicht von Einstiegsware bis Premium.

Genau das war meine Idee. Bei uns soll jeder etwas finden – egal, ob ein Geschenk für 50 Euro oder ein hochwertiges Schmuckstück für mehrere tausend Euro.

Bereuen Sie den Schritt in die Selbstständigkeit?

Keine Minute. Die Zeit im Konzern war sehr wertvoll für mich. Mein eigenes Geschäft zu führen ist noch einmal etwas ganz anderes. Es ist anstrengend – aber vor allem macht es unglaublich viel Freude.

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