Synthetischer Diamantschmuck aus Stadionrasen

Vom Fußballrasen zum Schmuckstück

Brilianto verwandelt den Rasen des „Emirates Stadium“ in Labordiamanten. Die Kollektion verbindet Fußballgeschichte mit zeitgenössischem Fine Jewelry.

05. Mai 2026 Christian Lücke
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Was zunächst ungewöhnlich klingt, wird zunehmend Realität: Im „Emirates Stadium“ in London hat die spanische Marke Brilianto vor wenigen Tagen eine Schmuckkollektion vorgestellt, die das Thema Labordiamanten innovativ angeht: Sie verfügt über synthetische Diamanten, die aus dem Kohlenstoff des Stadionrasens ebendort erzeugt wurden.

Der Herstellungsprozess ist dabei klar definiert und nach eigenen Angaben zertifiziert: Der Rasen wird unter strengen Protokollen geschnitten, vakuumversiegelt und in spezialisierten Laboren weiterverarbeitet. Dort wird der enthaltene Kohlenstoff isoliert und unter Hochdruck- sowie Hochtemperaturbedingungen in Diamanten umgewandelt, die laut Brilianto die identischen physikalischen Eigenschaften wie Naturdiamanten aufweisen. Jeder Stein erhält ein Brilianto-Herkunftszertifikat, Exemplare ab 0,5 Karat zusätzlich eine IGI-Zertifizierung.

Die Kollektion selbst ist in drei Segmente gegliedert, die sowohl Sammler als auch ein breiteres Publikum ansprechen sollen. An der Spitze stehen Schmuckstücke aus 18-karätigem Gold, streng limitiert auf elf Exemplare pro Design – eine Referenz an die Anzahl der Spieler auf dem Platz, wie die Marke mitteilt. Ergänzt wird das Portfolio durch individuell gefertigte Einzelstücke sowie eine ebenfalls limitierte Linie für Fans. Ein Beispiel ist die „Cannon Necklace“, deren Auflage von 49 Stück an Arsenals legendäre ungeschlagene Premier-League-Serie von 2003/04 erinnert. Insgesamt umfasst die Kollektion 1.886 Stücke – eine Hommage an das Gründungsjahr des Clubs. Preislich reicht das Spektrum von 780 bis 120.000 britischen Pfund, was gegenwärtig etwa 940 bis über 140.000 Euro entspricht.

Auch andere Spielorte werden zu synthetischem Diamantschmuck

Die Idee, Stadionrasen in Diamanten zu verwandeln, verfolgt die Marke auch für das „Camp Nou“ des FC Barcelona oder das „Estádio da Luz“ von Benfica Lissabon. Allen gemein ist der Anspruch, Orte mit historischer und emotionaler Bedeutung in materielle Erinnerungswerte zu übersetzen.

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