Inhorgenta 2026
Stabiles Branchenwachstum sorgt für Zuversicht
Insgesamt setzte der Handel in Deutschland mit Uhren und Schmuck 5,37 Milliarden Euro um – ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet Stephan Lindner, Präsident des Handelsverbandes, auf der heutigen Eröffnungs-Pressekonferenz. Sowohl Schmuck als auch Uhren legten jeweils um 2,1 Prozent zu. Das Marktvolumen für Schmuck stieg auf 4,12 Milliarden Euro, Uhren erreichten 1,25 Milliarden Euro. Zwar gingen die Stückzahlen zurück, doch höhere Durchschnittspreise überkompensierten diesen Effekt deutlich. „Der Umsatz mit Schmuck und Uhren entwickelt sich konstant und auf einem sehr hohen Niveau“, betont Lindner.
Besonders im hochwertigen Segment zeigt sich eine starke Dynamik – etwa bei Antrags- und Trauringen, die deutlich wertiger nachgefragt werden. „Unsere Kunden kaufen gezielt und sehr hochwertig. Das Motto lautet: Wenn, dann richtig“, so Lindner. Medienberichte über steigende Edelmetallpreise stärkten zusätzlich das Wertempfinden. „Das Wertempfinden und das Gefühl für die Werthaltigkeit der Produkte sind bei den Kunden vorhanden. Aus Kundensicht wirken die Preise offensichtlich nicht abschreckend – eher im Gegenteil.“ Goldschmuck liegt „absolut im Trend“, auch individuelle Anfertigungen und Marken im Top-Segment entwickeln sich hervorragend. Davon profitieren insbesondere Juweliere mit gehobenem Sortiment und klarer Luxuspositionierung.
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Der Fachhandel bleibt dominierender Vertriebsweg und konnte seine Marktanteile sogar leicht ausbauen. Im Schmuckbereich liegt der wertmäßige Anteil bei 73 Prozent, bei Uhren bei 68 Prozent. „Wir verkaufen Emotionen. Das funktioniert im Geschäft und mit Fachberatung augenscheinlich besser als am Bildschirm“, erklärt Lindner. Vertrauen spielt beim Kauf von Gold und Diamanten eine zentrale Rolle. „Offensichtlich vertraut der Kunde dem Juwelier vor Ort mehr.“
Trotz Herausforderungen wie rückläufiger Frequenz in den Innenstädten zeigt sich die Branche robust. „Die Umsätze sind stabil, auch wenn die Stückzahlen nicht überall stimmen“, so Lindner. Insgesamt sprechen die stabile Marktentwicklung, die starke Premium-Nachfrage und die Dominanz des Fachhandels für ein erfolgreiches Messegeschäft in München.
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