Swatch-Aktie zwischenzeitlich um sechs Prozent gesunken

Royal Pop löst Hype und Chaos aus

Die neue „Royal Pop“ von Swatch und Audemars Piguet sorgt weltweit für Ausnahmezustände. Während Fans zum Verkaufsstart campieren, gerät die Stimmung mancherorts außer Kontrolle – und auch die Swatch-Aktie gerät zwischenzeitlich unter Druck.

18. Mai 2026 Christian Lücke
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Der Verkaufsstart der „Royal Pop“, der neuen Kooperation zwischen Swatch und Audemars Piguet, hat weltweit für einen massiven Ansturm gesorgt. Vor zahlreichen Stores bildeten sich lange Warteschlangen, vielerorts campierten Fans teils Tage vor der Öffnung der Geschäfte. Gleichzeitig kam es in einzelnen Städten zu tumultartigen Szenen – und an der Börse verlor die Swatch-Aktie deutlich an Wert.

Beispiel aus Deutschland

Besonders eindrucksvoll zeigte sich der Hype in Düsseldorf: Vor dem Swatch-Store am Kö-Bogen warteten zeitweise mehr als 500 Menschen auf die neue Taschenuhr, berichtet der WDR. Viele harrten seit Donnerstagabend mit Campingstühlen, Schlafsäcken und Verpflegung aus. Die Kooperation mit Audemars Piguet sowie das auffällige Design der „Royal Pop“ trafen offenbar den Nerv einer jungen, sammelaffinen Zielgruppe.

Kurz vor der Ladenöffnung wurde die Stimmung jedoch zunehmend gereizt. Einige Wartende fühlten sich in der Schlange benachteiligt, es kam zu lautstarken Diskussionen und Rangeleien. Zeitweise musste laut WDR auch die Polizei eingreifen. Ähnliche Szenen wurden international gemeldet. In Frankreich eskalierte der Verkaufsstart teilweise derart, dass laut Medienberichten sogar Tränengas eingesetzt wurde. Beobachter führen den Andrang auch auf den lukrativen Zweitmarkt zurück: Viele Käufer hoffen offenbar auf hohe Wiederverkaufspreise.

Swatch-Aktie verlor etwas an Wert

Parallel zu den turbulenten Szenen vor den Geschäften geriet auch die Aktie der Swatch Group unter Druck. Das Papier verlor am vergangenen Mittwoch zeitweise rund sechs Prozent und gab damit einen großen Teil der Kursgewinne seit Anfang Mai wieder ab. Auslöser für die Nervosität an den Märkten dürfte auch die gemischte Reaktion auf die Enthüllung der Uhr gewesen sein. Und seit bekannt wurde, dass es sich bei der „Royal Pop“ um eine Taschenuhr handelt, äußerten sich zahlreiche Uhrenfans in sozialen Netzwerken enttäuscht. Mittlerweile erholt sich die Aktie aber wieder.

Zwiespalt des modernen Hypes

Damit zeigt die Kooperation eindrucksvoll die Ambivalenz moderner Hype-Produkte in der Uhrenbranche: enorme Aufmerksamkeit, hohe Begehrlichkeit und mediale Reichweite auf der einen Seite – aber auch überzogene Erwartungen, Spekulationen und Kontrollverlust auf der anderen.

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