Objekt des Monats im September

Preisgekrönte Schmuckkunst in Idar-Oberstein

Das Deutsche Edelsteinmuseum zeigt im September die prämierten Arbeiten der Idar-Obersteiner Schmuck- und Edelsteinwettbewerbe. Im Fokus stehen die Kreationen „Scheherazade“ und „Hoffnungsflügel“.

31. Aug. 2026 Christian Lücke
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Fantasie, gestalterische Raffinesse und handwerkliches Können stehen im September im Mittelpunkt des Objekts des Monats im Deutschen Edelsteinmuseum. Gezeigt werden die diesjährigen Wettbewerbsarbeiten des 56. Deutschen Schmuck- und Edelsteinpreises Idar-Oberstein sowie des 37. Deutschen Nachwuchswettbewerbs für Edelstein- und Schmuckgestaltung Idar-Oberstein. Sämtliche preisgekrönten Arbeiten sind noch bis Ende Oktober im Museum zu sehen.

„Scheherazade“ gewinnt Schmuck- und Edelsteinpreis

Das Thema des diesjährigen Deutschen Schmuck- und Edelsteinpreises lautete „1001 Nacht“. Den ersten Preis sicherte sich Nana Prestel aus Idar-Oberstein mit ihrem Anhänger „Scheherazade“ aus Gelbgold und Tigerauge. Die Jury kürte ihre Arbeit einstimmig zum Sieger.

Inspiriert ist das Schmuckstück von Scheherazade, der Erzählerin aus „1001 Nacht“, die durch ihre Geschichten den König davon abhält, sie zu töten. Prestel übersetzt die Kraft dieser Erzählungen in ein bewegliches Schmuckobjekt: Wird das Tigerauge bewegt, beginnt das Gesicht der jungen Frau zu strahlen.

Jurymitglied Dr. Heide Rezepa-Zabel hob insbesondere die Nutzung der geschichteten Struktur des Tigerauges hervor. Sie mache Gegensätze wie Licht und Schatten sowie Tag und Nacht sichtbar und werde damit zu einem wesentlichen Bestandteil der gestalterischen Idee.

„Hoffnungsflügel“ überzeugt beim Nachwuchs

Unter dem Motto „Mein Talisman“ stand der 37. Deutsche Nachwuchswettbewerb für Edelstein- und Schmuckgestaltung. Hier überzeugte Gloria Forat aus Fohren-Linden, Auszubildende bei Hans Peter Lorenz & Söhne OHG, mit ihrem Anhängerschmuck „Hoffnungsflügel“ aus Bergkristall und Silber. Die Jury zeichnete die Arbeit mit großer Stimmenmehrheit als besten Wettbewerbsbeitrag aus.

Für Forat steht der Bergkristall sinnbildlich für Wolken und damit für Leichtigkeit, Ruhe und Grenzenlosigkeit. Auf dem Stein schwebt ein Engelsflügel, der die Fassung durchbricht und sich nach außen erhebt. Ergänzt wird die Gestaltung durch die Gravur „Libertas“.

Die Juroren Gesa Hufmann und Michael Seubert würdigten insbesondere das Zusammenspiel von Freiheit, Musik, Hoffnung und innerer Stärke, das die Nachwuchsgestalterin zu einem persönlichen Talisman verbunden hat.

Noch bis Ende Oktober ausgestellt

Die preisgekrönten Wettbewerbsarbeiten sind im Deutschen Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein noch bis Ende Oktober 2026 zu sehen.

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