Inszenierung | Markt
Hochwertiges Ladenbild trotz Kostendruck
Der Handel investiert weiter in seine Flächen – aber selektiver, effizienter und mit klarem Fokus auf Qualität im Bestand. Der „Laden-Monitor 2026“ des EHI Retail Institute zeigt: Gerade im Nonfood-Bereich entstehen neue Ladenbilder, die Nachhaltigkeit, Flexibilität und Erlebnis konsequent miteinander verbinden.
Räumlichkeiten von Juwelier Wenthe von Blocher Partners
Bild: Blocher Partners / Carolin Wengert & Bernd Kammerer
Trotz anhaltend hoher Kostenbelastung und einer fragilen Wirtschaftslage hält der Einzelhandel an Investitionen in seine stationären Geschäfte fest. Allerdings verschiebt sich der Schwerpunkt deutlich: Bestandsoptimierung geht vor Neueröffnung. Neue Standorte entstehen häufig als Relocation – auch viele Juweliere ziehen sich aus den 1A-Lagen in den Innenstädten zurück und suchen sich neue Standorte außerhalb mit ausreichend Parkplätzen. Eine nennenswerte Netto-Expansion bleibt laut EHI aus, im Juwelierfachhandel schrumpft die Zahl der Geschäfte weiter. Insgesamt beliefen sich die Investitionen in Neu-, Aus- und Umbauten 2025 über alle Einzelhandelsbranchen hinweg auf 7,02 Milliarden Euro. Gegenüber 2023 entspricht das einem Rückgang von 2,1 Milliarden Euro beziehungsweise 23 Prozent.
Vom Verkaufsraum zum Erlebnisraum
- Leitgedanke „Retail Fusion“: Store wird Begegnungs-, Event- und Inspirationsort.
- Cafés, Lounges und Eventflächen erhöhen die Aufenthaltsqualität.
- Flexible Nutzung: Verkaufsfläche am Tag, Eventfläche am Abend.
- Modulare Visual-Merchandising-Systeme und digitale Integration (Digital Signage, Omnichannel) gewinnen stark an Bedeutung.
- Licht wird zum strategischen Inszenierungsinstrument – besonders im Schmuck- und Uhrenhandel.