Neuheitenschau im Spannungsfeld der Weltwirtschaft

Fest der Uhrmacherkunst vor wirtschaftlich gemischten Aussichten

Die Watches and Wonders und andere Genfer Messen sorgen für Aufbruchsstimmung in der Branche. Zugleich spiegeln Gespräche vor Ort eine zunehmend differenzierte Marktlage.

16. Apr. 2026 Christian Lücke
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Die Watches and Wonders Geneva 2026 bestätigt erneut ihre Rolle als zentrale Plattform der Uhrenbranche. Mit 65 ausstellenden Marken und einem hochkarätigen Fachpublikum dient die Messe vor allem als Ort des Austauschs, der Trendbeobachtung und der strategischen Standortbestimmung. Zudem haben sich in den vergangenen Jahren auch andere Messen wie die Time to Watches oder Haute Jewels Geneva dem Branchentreffen am Genfer See angeschlossen. Die GZ-Redakteure besuchen gegenwärtig alle drei Veranstaltungen und haben bisher ein positives, aber die wirtschaftlichen Aussichten jedoch zwiespältig in Auge behaltendes Stimmungsbild zusammengetragen.

Positive vs. negative Tendenzen

Der US-Markt entwickelt sich für viele Uhrenhersteller vor Ort derzeit positiver als erwartet und erweist sich als wichtiger Stabilitätsfaktor. Aktuelle Quartalszahlen von LVMH bestätigen diesen Trend zudem (der Konzern verzeichnete ein organisches Wachstum von drei Prozent in den Vereinigten Staaten).

Deutlich schwieriger präsentiert sich hingegen die Lage im Persischen Golf. Die Region hat sich in den vergangenen Jahren zu einem großen und stabilen Absatzmarkt für Luxusuhren entwickelt. Dies hat sich nach Ausbruch des Iran-Krieges und den Raketeneinschlägen beispielsweise in Dubai geändert. Geopolitische Spannungen und Sicherheitsbedenken führen zu ausbleibendem Tourismus und spürbaren Umsatzrückgängen, während zugleich Shopping-Reisen in europäische Märkte – insbesondere nach Zentraleuropa – deutlich nachlassen.

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