De Beers streicht sein Händlernetz drastisch zusammen
Ein Drittel der Sightholder fliegt raus
Wie unter anderem mining.com berichtet, soll die Zahl der sogenannten „Sightholder“ von derzeit rund 70 auf etwa 45 bis 50 reduziert werden. Diese Entwicklung deckt sich mit ähnlichen Meldungen anderer Nachrichtenquellen.
Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Schwierigkeiten in der Diamantenbranche. Insbesondere die wachsende Beliebtheit von im Labor hergestellten Diamanten sowie eine nachlassende Nachfrage im chinesischen Luxussegment setzen dem Markt seit dem Ende der Pandemie spürbar zu.
Auch bei der Produktion zeigt sich der Abschwung: De Beers förderte im vergangenen Jahr weniger als 22 Millionen Karat – ein deutlicher Rückgang gegenüber knapp 35 Millionen Karat im Jahr 2022.
Der Mutterkonzern Anglo American Plc versucht derweil, sich von dem Traditionsunternehmen zu trennen. In den vergangenen drei Jahren musste der Bergbaukonzern den Wert von De Beers mehrfach nach unten korrigieren. Aktuell wird das Unternehmen nur noch mit rund 2,3 Milliarden US-Dollar bewertet – ein massiver Einbruch gegenüber mehr als 9 Milliarden US-Dollar seit 2023.
Welche Sightholder von den Kürzungen betroffen sind, ist bislang nicht bekannt.
Laut Duncan Wanblad, Vorstandsvorsitzender von Anglo American Plc, befindet sich der Verkaufsprozess für De Beers bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.
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