Unbestätigter Medienbericht
Ebel: F.P. Journe und Chanel steigen ein
Das Wellenarmband ist ein Markenzeichen von Ebel
Bild: Ebel
Der Eigentümerwechsel bei der Schweizer Traditionsmarke Ebel ist offiziell auf den Weg gebracht. Wie die Movado Group mitteilt, hat sie eine verbindliche Vereinbarung über den Verkauf von 95 Prozent der Marke für 66,5 Millionen US-Dollar geschlossen. Käufer ist eine Investorengruppe unter Führung der Genfer Uhrenmanufaktur Montres Journe SA, an der sich auch das französische Luxushaus Chanel und der frühere De-Bethune-Chef Pierre Jacques beteiligen. Die Movado Group behält einen Minderheitsanteil von fünf Prozent. Der Abschluss der Transaktion wird in den kommenden Monaten erwartet und steht noch unter dem Vorbehalt üblicher Abschlussbedingungen.
Pierre Jacques soll nach Vollzug der Übernahme die Geschäftsführung von Ebel übernehmen. Für die 1911 in La Chaux-de-Fonds gegründete Marke eröffnet sich damit eine neue Perspektive. Die künftigen Eigentümer wollen die traditionsreiche Uhrenmarke mit ihrer Expertise und finanziellen Stärke langfristig weiterentwickeln. Die Movado Group wiederum will sich künftig stärker auf ihr Portfolio im Bereich Accessible Luxury sowie Modeuhren und Schmuck konzentrieren.
Bekannte Partner, erfahrene Investoren
Die beteiligten Akteure sind in der Schweizer Uhrenindustrie keine Unbekannten. Chanel hält bereits seit 2018 eine Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent an der Genfer Manufaktur F.P. Journe. Auch Pierre Jacques bringt Erfahrung mit Eigentümerwechseln mit: 2017 war er Teil eines Investorenkonsortiums, das die Mehrheit an De Bethune übernahm. Dort war er über viele Jahre als CEO tätig.
Zum geplanten Verkauf gehört auch die Villa Turque, das vom Architekten Le Corbusier entworfene historische Gebäude in La Chaux-de-Fonds. Es soll gemeinsam mit den Markenrechten, Lagerbeständen und weiteren Vermögenswerten in die neue Eigentümerstruktur übergehen.
François-Paul Journe betont in der offiziellen Mitteilung vor allem die Bedeutung des Produkts für die Zukunft der Marke. Auch Chanel sieht in Ebel großes langfristiges Potenzial und will die Weiterentwicklung unter Wahrung der handwerklichen Tradition unterstützen.
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