Rivoir

Der Online-Konkurrenz Paroli bieten

Mit einem neuen B2B-Shop für Verlobungs- und Antragsringe will die Rivoir aus Pforzheim den Fachhandel stärken. Im Interview erläutert Geschäftsführer Stephan Rivoir das Konzept.

30. März 2026 Axel Henselder
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Für wen ist dieses Angebot gedacht?

Stephan Rivoir: Der Shop richtet sich ausschließlich an Juweliere. Er kann aber auf zwei Arten genutzt werden: Zum einen als Einkaufsplattform, auf der sich der Händler orientieren und Ware bestellen kann. Zum anderen lässt sich der Shop auch direkt im Beratungsgespräch einsetzen – also gemeinsam mit dem Kunden, um Modelle auszuwählen oder zu konfigurieren.

Welche Vorteile bietet der Shop dem Fachhandel?

Juweliere können dort sehr günstig einkaufen und profitieren von ähnlichen Konditionen wie Endkunden im Onlinehandel: Rückgaberecht, Umtauschmöglichkeiten und zur Einführung sogar versandkostenfreie Lieferung. Der Hintergrund ist, dass wir für viele Artikel große Lagerbestände haben und unsere Prozesse stark optimiert haben. Dadurch können wir sehr schnell liefern und gleichzeitig attraktive Preise anbieten.

Wie sieht das Sortiment aus?

Wir bieten klassische Solitäre und Verlobungsringe in verschiedenen Ausführungen an. Einige Modelle starten preislich bereits sehr niedrig – etwa ab rund 50 Euro. Das sind dann Silberringe mit kleinen natürlichen Diamanten.

Warum setzen Sie auf solche Einstiegspreise?

Für Juweliere ist es wichtig, mit Online-Anbietern konkurrieren zu können. Der Shop zeigt zum Beispiel auch Lieferzeiten an: Wenn ein Ring am Lager ist, kann er innerhalb von drei Tagen geliefert werden. Muss er produziert werden, dauert es etwa zwei Wochen. Diese Transparenz hilft dem Fachhandel in der Beratung.

Sie haben den Shop bereits vorgestellt – wie war die Resonanz?

Wir haben ihn auf der Messe Inhorgenta erstmals präsentiert und sehr positives Feedback erhalten. Dabei konnten wir sowohl frühere Rivoir-Kunden reaktivieren als auch neue Kunden gewinnen.

Wie entwickelt sich derzeit der Markt für Verlobungsringe?

Die Budgets der Kunden bleiben im Grunde gleich – häufig liegen sie bei etwa 500, 800 oder 1000 Euro. Durch den hohen Goldpreis verschiebt sich allerdings einiges. Bei kleineren Budgets wird es schwierig, beispielsweise einen Ring in 14 ct. Gold zu realisieren. Deshalb sehen wir eine gewisse Bewegung hin zu niedrigeren Karatzahlen.

Und welche Rolle spielen Labordiamanten?

Sie wachsen zwar, sind bei uns aber noch ein Nischenprodukt – aktuell unter zehn Prozent. Wir bieten sie nicht aktiv an, sondern vor allem auf Nachfrage.

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