Couture

Das schönste Klassentreffen der Branche

Volle Salons, erfolgreiche Geschäftsabschlüsse und eine bemerkenswert optimistische Stimmung: Die Couture 2026 zeigte einmal mehr, warum sie als kreativster und persönlichster Treffpunkt der internationalen Schmuckbranche gilt.

01. Juli 2026 Caroline Schiedt
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Die Couture gehört seit Jahren zu den wichtigsten Veranstaltungen der internationalen Schmuckwelt. Und doch unterscheidet sie sich deutlich von anderen Messen. Während wenige Kilometer entfernt auf der JCK das globale Schmuckgeschäft pulsiert, setzt die Couture im Wynn Las Vegas bewusst auf Nähe, Austausch und eine sorgfältig kuratierte Auswahl von Marken und Designern.

Schon die Opening Night machte deutlich, wohin die Reise in diesem Jahr gehen würde. In den Ballrooms, Salons und privaten Suiten herrschte vom ersten Abend an ein reger Betrieb. Die Termine waren gut gebucht, die Besucherfrequenz hoch und die Stimmung auffallend positiv. Händler und Aussteller berichteten gleichermaßen von konkreten Kaufabsichten und einer erfreulichen Geschäftsdynamik.

Besonders häufig fiel dabei ein Wort: Kreativität. Viele Einkäufer zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der präsentierten Kollektionen, von außergewöhnlichen Einzelstücken und einer Innovationsfreude, die selbst bei langjährigen Couture-Ausstellern spürbar war. Der amerikanische Designer Victor Velyan sprach sogar vom besten ersten Messetag seiner 14-jährigen Couture-Geschichte.

Inhaltlich spiegelte die Messe eine Entwicklung wider, die sich seit einigen Jahren immer deutlicher abzeichnet: Persönlichkeit schlägt Trend. Viele Kollektionen wirkten individueller, emotionaler und stärker von der Handschrift ihrer Schöpfer geprägt als noch vor wenigen Jahren. Und genau darin liegt die besondere Stärke der Couture. Die Messe lebt von Designern, die eigene Geschichten erzählen, von Familienunternehmen mit klarer Handschrift und von Marken, die sich bewusst vom Mainstream abheben.

Wie eng die Branche hier miteinander verbunden ist, zeigte auch die Rückkehr von Omi Privé. Nach zehnjähriger Pause kehrte das Unternehmen auf die Couture zurück. Präsident Niveet Nagpal brachte das Gefühl vieler Teilnehmer treffend auf den Punkt: „Es fühlt sich an, als kämen wir nach Hause.“

Stenzhorn und Gellner bei den Couture Awards ausgezeichnet

Zu den Höhepunkten der Woche zählten erneut die „Couture Design Awards“ im Encore Theater. Die Veranstaltung würdigt seit vielen Jahren herausragende kreative und handwerkliche Leistungen und gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen der Branche. Aus deutscher Sicht sorgte insbesondere Stenzhorn für Aufmerksamkeit. Das Familienunternehmen gewann den ersten Platz in der Kategorie „Best in Diamonds Above $40K Retail“ und setzte damit ein starkes Zeichen für seine außergewöhnliche Kompetenz im Bereich hochwertiger Diamantkreationen. Auch Gellner durfte sich über einen großen Erfolg freuen und belegte mit einer seiner Perlenschöpfungen den zweiten Platz in der Kategorie „Best in Pearls“.

Am Ende bleibt von der Couture 2026 vor allem ein Eindruck: Optimismus. Die Gespräche waren intensiv, die Orderbücher gut gefüllt und die Lust auf außergewöhnlichen Schmuck ungebrochen. Während viele Messen vor allem über Größe definiert werden, bleibt die Couture das, was sie seit Jahren erfolgreich macht: ein Ort für Entdeckungen, persönliche Begegnungen und die gemeinsame Leidenschaft für Schmuck.

Chris Stenzhorn freut sich über den Couture Design Award für das „Lighthouse Necklace“ aus der Kollektion „Notes“

Das ausgezeichnete „Lighthouse Necklace“ aus der Kollektion „Notes“

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