Schwerpunkt Verlobung | Synthesen

Neue Farben aus dem Labor

Der Verlobungsring wird wieder farbig. Dabei hilft das Labor. Juwelier Christ steigt nun sogar mit synthetischen Farbedelsteinen ein.

16. Sep. 2026 Ulrich Voß
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Farbe ist im Kommen und das Labor hilft, dem Bedarf nachzukommen – ob bei Diamanten (hier Fotos von synthetischen Diamanten von Nevermined) oder auch bei Farbedelsteinen wie bei Juwelier Christ

Weiß ist und bleibt die wichtigste Farbe bei Verlobungsringen. Derzeit werden weiße Diamanten besonders gern mit Gelbgold kombiniert. Doch farbige Steine holen auf. Der Wunsch des Konsumenten nach derzeit kräftigen Farben schafft Nachfrage nach Fancy Colours – neue Möglichkeiten der Herstellung tun ihr Übriges. Unlängst erst ist es dem deutschen Diamanthersteller Nevermined in Essen gelungen, schwarze Diamanten herzustellen und sie bei IGI in der Farbe „Fancy Black“ zertifizieren zu lassen. Die Möglichkeit der Herstellung im Labor gibt dem Thema Auftrieb. Das, was vormals unerschwinglich und kaum auf dem freien Markt abseits von Auktionen zu haben war, beispielsweise die Farben Blau oder Pink, kann nun produziert werden. Wer als Hersteller einmal das richtige Verfahren gefunden hat, kann es wiederholen. Das mag Diamant-Puristen abschrecken – vorbei ist die Argumentation der Einmaligkeit des Naturprodukts – aber den Bedarf kann es decken. Produzenten wie Diavon oder Nevermined berichten, dass sie mittlerweile mehr farbige als weiße Steine verkaufen. Ein Paradigmenwechsel hat sich eingestellt, weg vom ewig weißen Tiffany-Ring, hin zur individuellen Lieblingsfarbe. Aktuelle Farbtrends sind: Fancy Vivid Pink, Blue, Yellow sowie Champagner für den Vintage-Look.

Auch Marktführer Juwelier Christ spricht von einem Wachstumsmarkt – und setzt noch einen drauf. „Neben Lab-Grown-Diamanten gewinnen auch Lab-Grown-Farbsteine zunehmend an Bedeutung. Hier sind vor allem Saphire, Rubine und Smaragde zu nennen“, sagt Kerstin Fleischer, Director Merchandising & Purchasing bei Christ. Lab-Grown-Diamanten hätten sich in den vergangenen Jahren von einer Nischenkategorie zu einem festen Bestandteil des internationalen Schmuckmarktes entwickelt. Gleichzeitig wachse das Interesse an Lab-Grown-Farbsteinen, die neue kreative Möglichkeiten für modernes Schmuckdesign eröffnen, sagt Fleischer. Christ treibe diese Entwicklung aktiv voran und erweitere sein Angebot nun in rund 70 Standorten erstmals um eine eigene Kollektion mit Lab-Grown-Farbsteinen.

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