Nachhaltigkeitsversprechen und der CO₂-Fußabdruck synthetischer und natürlicher Diamanten im Zentrum

Forschungsprojekt zu Nachhaltigkeit in der Schmuckbranche

Ein Forschungsprojekt der Hochschule Pforzheim in Kooperation mit der Inova Collection bietet Einblicke in die Nachhaltigkeit in der Schmuckindustrie.

19. Mai 2026 Christian Lücke
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Die Forschungsarbeit zur Nachhaltigkeit in der Schmuckbranche am INEC (Institut für Industrial Ecology) der Hochschule Pforzheim geht in die nächste Phase: Im Rahmen einer Studienveranstaltung am 15. Mai stellten Studierende erstmals Ergebnisse ihres ersten Forschungsdurchlaufs vor. Das Projekt entsteht in Kooperation mit der Inova Collection und wird vom Zentralverband der Deutschen Gold- und Silberschmiede unterstützt.

Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Schmuckbranche

Unter dem Titel „Trendanalyse: Nachhaltigkeit in der Schmuckindustrie“ untersuchten die Studierenden Maiyuran Kularajah, Pia Natter, Tim Letzing und Masen Simon Nouri die aktuelle Bedeutung von Nachhaltigkeit innerhalb der Branche. Im Fokus standen dabei Nachhaltigkeitsversprechen von Unternehmen ebenso wie die Bewertung des CO₂-Fußabdrucks synthetischer und natürlicher Diamanten. Ziel war es, belastbare Daten für zukünftige Forschungsansätze zu schaffen.

Große Wichtigkeit, aber Hürden bei der Umsetzung

Für die Analyse wurden Branchenumfragen durchgeführt, Unternehmenswebseiten ausgewertet sowie Gespräche mit Diamanthändlern geführt. Ein erstes Ergebnis zeigt deutlich: Nachhaltigkeit ist in der Branche angekommen. So halten 71 Prozent der Befragten mehr Nachhaltigkeit in der Schmuckbranche für sehr wichtig und wünschenswert. Gleichzeitig gab mehr als die Hälfte an, Ängste und Hürden bei der praktischen Umsetzung im Unternehmensalltag zu sehen.

Die Ergebnisse der Arbeit sollen langfristig weiterentwickelt, wissenschaftlich begleitet und der Öffentlichkeit präsentiert werden, etwa im Rahmen der Sustainability Area der diesjährigen Inova Collection.

Symposium im Juni

Zuvor gibt es bereits am 12. Juni ein Symposium des INEC an der Hochschule Pforzheim zum Thema Nachhaltigkeit in der Schmuckbranche geben, das weitere Erkenntnisse offenlegt und zur Diskussion stellt. Dort treffen Vertreter aus Industrie, Forschung und Nachhaltigkeitspraxis zusammen.

Tradition zukunftsfähig machen

Besondere Relevanz erhält das Projekt auch durch die Anerkennung des deutschen Gold- und Silberschmiedehandwerks als immaterielles Kulturerbe seit 2025. Damit verbunden ist die Aufgabe, traditionelle Handwerkskultur nachhaltig und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Diesen Anspruch möchte die Forschungsinitiative aktiv begleiten.

Ansprechpartner

Begleitet wird das Projekt auf Hochschulseite von Klaus Lang-Koetz, Heidi Hottenroth und Marina Haug. Seitens der Inova Collection wird die Forschungsarbeit von Ralf G. Schröder betreut.

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