Ausgepackt | Wertversand
Vorab eingreifen
In der monatlichen Serie „Ausgepackt“ informiert Sascha Hagedorn von Parcel Broker über den Status des Wertversands, liefert Tipps und Hintergründe. Folge 15 – Ablauf des Pakettransports: Die Zustellung
Sprechen wir über Schritt drei im Transfer.
Sascha Hagedorn: Das ist der Nachlauf, anders formuliert die Zustellung am Vormittag. Die Sendung hat ihren Hauptweg zurückgelegt und befindet sich im Zieldepot. Um 6 Uhr morgens bekommt die Fahrerin oder der Fahrer die Pakete für ihren oder seinen Bezirk zugewiesen. Entsprechend der Route wird das Fahrzeug in der richtigen Reihenfolge beladen, bevor die Tour beginnt.
Welche sind die häufigsten Probleme?
Es kann vorkommen, dass es eine Fehlsortierung gibt oder die Zustelladresse nicht stimmt. Der Fahrer kann in solchen Fällen seine Route nicht einfach unterbrechen, damit würde er viele Kunden verärgern. Wesentlich häufiger kommt es vor, dass der Empfänger nicht da ist. Auch das bringt die Tour durcheinander, doch man kann dem entgegenwirken.
Man kann als Empfänger also mitwirken.
Klar. So profan es klingt, indem man die Sendungsverfolgung nutzt und auf E-Mails zur Ankündigung reagiert. Wer eine Wertsendung erwartet, sollte dafür sorgen, dass sie unkompliziert zugestellt werden kann.
Was bedeutet das ganz praktisch?
Man sollte im Verhinderungsfall rechtzeitig eine Option wählen, also proaktiv in den Zustellprozess eingreifen. Zum Beispiel die Sendung zum Nachbarn umleiten oder zu einem Paketshop in der Nähe mit langen Öffnungszeiten. Alternativ kann man die Zustellung um einen Tag verschieben oder eine Abstellgenehmigung erteilen.
„Man sollte die Sendung online verfolgen und bei Bedarf umleiten oder abstellen lassen.“Sascha Hagedorn, Speditionsprofi und Geschäftsführer Parcel Broker
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