ifo Geschäftsklima
Stimmung im Einzelhandel trübt sich ein
„Die Einzelhändler sind verhalten in das neue Jahr gestartet“, sagt ifo-Experte Patrick Höppner. „Wenn die aktuellen geopolitischen Risiken länger andauern und besonders Energie teurer wird, kann das die Verbraucherstimmung dämpfen. Damit wären auch die Einzelhändler zusätzlich belastet.“
Im Februar hat sich die Stimmung in vielen Branchen des Einzelhandels weiter abgekühlt, unter anderem bei Möbelhäusern und im Bekleidungshandel aber auch bei den Juwelieren. Die Unternehmen gaben ihre Einschätzungen vor der aktuellen Zuspitzung des Konflikts im Iran Ende Februar ab. „Insgesamt bleibt die Stimmung im Handel vielfach eingetrübt, sowohl bei Groß- als auch bei Einzelhändlern“, sagt Höppner. „Das zeigt sich auch bei einem Vergleich des Geschäftsklimas mit anderen Wirtschaftsbereichen: Die Händler schätzen ihre aktuelle Geschäftslage ungünstiger ein als Unternehmen im Verarbeiten Gewerbe, im Dienstleistungs- oder Baubereich. Auch bei den Geschäftserwartungen sind die Händler besonders pessimistisch.“
Deutlich abgekühlt hat sich die Stimmung bei Juwelieren, das Klima sank auf minus 27,1 Punkte, nach 13,2 Punkten im Januar. Die Lage wurde mit minus 5,5 Punkten (Januar -2,5) und die Erwartungen mit minus 46,3 Punkten (Januar -23,3) eingeschätzt.
Etwas mehr Einzelhändler planten per saldo im Februar in den kommenden Monaten ihre Preise zu erhöhen. Möbelhäuser und Lebensmitteleinzelhändler rechnen etwas häufiger mit steigenden Preisen als die Einzelhändler insgesamt. Außerdem bauen die Einzelhändler eher Beschäftigung ab als auf. Auch aus diesem Grund hatte sich der Fachkräftemangel für die Einzelhändler zuletzt etwas entspannt.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare zu sehen oder zu verfassen.